Berichte

Berichte September bis März 2020

2. Radreise 2020

 

14 Tage später starteten erneut 15 unternehmungslustige Landfrauen gen Hannover. Mit einem herrlichen Sonnenaufgang über dem Fehmarn Sund verabschiedeten wir uns von der Insel. In Gremersdorf stiegen noch zwei Frauen zu. In Schwarmstedt angekommen standen alle in den Startlöchern, doch nach ca. 200 m platzte unserem Guide Herrn Podeski ein Reifen, und bis ein Ersatzrad geliefert wurde, warteten wir geduldig in einer Eisdiele, um dann um so flotter Richtung Frielingen zu radeln. Nach 42 km erreichten wir unser Ziel und wurden ebenfalls am Abend mit einem leckeren 3 Gänge Menue verwöhnt. Die Nacht war lau und so konnten wir noch lange draußen im Biergarten sitzen.

Auch am nächsten Tag als es zum Steinhuder Meer ging, hatten wir hochsommerliches Wetter. Es war ein herrlicher Tag in dieser einzigartigen Naturlandschaft. Einige badeten noch im See, doch wir stellten fest: ´´ Die Ostsee ist das nicht ! ´´ Denn anscheinend badeten dort auch viele Enten und Gänse. Nach insgesamt 60 km Tagesstrecke wurden wir abends wieder mit leckerem Essen belohnt. Und auch diese Nacht war milde. Wir konnten draußen sitzen oder einen kleinen Abendspaziergang machen.

Am Mittwoch holte uns wieder Herr Podeski ab, und es ging bei traumhaften Wetter Richtung Landeshauptstadt Hannover. Unser jugendlicher Guide ( Physikstudent) führte uns mit viel Freude durch seine Heimatstadt. Es ging an seiner ehemaligen Schule, einer sehr interessanten integrativen Gesamtschule vorbei, dann zum Stadtteil List (seinem Wohnort) mit der bekannten Lister Meile. Auch wir stärkten uns mittags in der Markthalle. Anschließend ging es in den Stadtteil Linden, früher ein Arbeiterviertel. Dort gab es sozusagen unseren Nachtisch bei der Eismanufaktur Frioli….das beste Eis in Hannover und auch deutschlandweit prämiert. Am Neuen Rathaus vorbei radelten wir durch den Maschsee Park zum Tageshöhepunkt den Herrenhäuser Gärten. Leider hatten wir eine Stunde Verspätung, aber da Herr Podeski uns netterweise noch durch den Barockgarten führte und uns auf humorvolle Art einiges erklärte, war auch die verbleibende Zeit gut genutzt.

Auch am letzten Tag war uns der Wettergott hold. Morgens war es noch etwas frisch, aber die Sonne schien, und wir radelten über sehr schöne Wege. Unser Stadtführer Herr Tino Schaft begleitete uns 35 km bis in die Innenstadt. Immer wieder unterbrach er die Fahrt, um Erklärungen abzugeben und kleine Geschichten zu erzählen. Nachdem wir die Räder bei Herrn Wollgast abgegeben hatten, ging es noch für 1 Stunde per pedes angeführt von Herrn Schaft in die Altstadt. Es war ein informativer Abschluß und um 14 Uhr verließen wir pünktlich Niedersachsens Hauptstadt.

Ich denke wir hatten 4 tolle Tage und konnten es trotz Corona sehr genießen.

 

1. Radreise 2020

 

Zum Glück durften wir die Radreise im Jahr der Corona Einschränkungen wahrnehmen.

Mit 15 Landfrauen ging es im Bus der Familie Wolgast von Nordlandreisen Richtung Schwarmstedt in Niedersachsen. Dort erwartete uns ein Radguide, um uns sicher auf netten Wegen nach Garbsen/Frielingen ins Hotel „Bullerdieck“ zu begleiten. Der Straßenverlauf war sehr abwechslungsreich und ging auch zeitweise auf Landesstraßen entlang. Das war schon recht heikel. Ich wollte gerne im malerischen Ort Neustadt a. Rübenberge den Schloßgarten und ein Café besuchen, das brachte aber die geplante Tour durcheinander. Es klappte nicht. Wir besichtigten das Kloster Mariensee und bewunderten den gestickten Wandteppich vom „Jüngsten Gericht“. Gegen 17.00 Uhr trafen wir im Hotel ein und um 18.30 Uhr gab es ein wunderbares 3-Gänge-Menue. Danach konnte bei milden Temperaturen noch der Biergarten oder die gemütliche Bar besucht werden. (insgesamt 50 km)

 

Am nächsten Tag, dem 1. September, schien wieder die Sonne und wir hatten als Ziel die Umrundung des Steinhuder Meeres. Über idyllische Nebenwege erreichten wir Steinhude. Es war windstill und die Radwege waren breit um den 32 qm großen „See“ angelegt. Unser Radguide, ein Biologe, führte uns zur Ostseite und Seeadler, Fischadler zeigten uns ihre Flug- und Fangkünste. Es war zu schön und konnte nicht besser sein. Das Steinhuder Meer lag ganz still vor uns. Es war Idylle pur. Ein paar Kilometer weiter gab es Wiesen, die unter Naturschutz standen und hier zeigte uns der Rotmilan, ein Greifvogel, seine Flugkünste. Es war wieder ein Schauspiel wie für uns bestellt. Zur Mittagszeit erreichten wir das Lokal „Fischerstübchen“ und stärkten uns u.a. bei Rote Bete Puffer an Salat. Weiter ging es an Bade-, Kiter- und Segelabschnitten über Waldwege bis zur Westseite. Hier gab es Nieder- und Hochmoorlandschaften. Es war ein ganz anderes Landschaftsbild und Herr Nülle erklärte uns viele Hintergründe für diese ökologisch wichtige Landschaft, in der aber immer noch Torf für Blumenerde abgebaut wird. Eine ganz andere Pflanzenwelt zeigte sich uns. Pünktlich zur Kaffeezeit waren wir wieder im Ort Steinhude und kehrten im Webercafé der Leinenfabrik Seegers ein. Ein wenig Zeit blieb auch zum Shoppen im fabrikgroßen Laden. Gut erreichten wir das Hotel und waren begeistert von diesem anregenden Tag mit einem fachkundigen und humorvollen Radguide. Abends gab es wieder ein leckeres Abendessen mit dekorativem Salat. (insgesamt 60 km)

 

Mittwoch lachte wieder die Sonne und der Wind schlief weiter. Diesmal starteten wir um 9.00 Uhr mit Endziel Herrenhäuser Gärten. Der Radguide Herr Schaft führte uns zu Sehenswürdigkeiten, die auf Nebenwegen in die Landeshauptstadt Hannover lagen. Im Dorf Schloß Ricklingen liegt eine äußerlich unscheinbare Kirche, die der damalige Freiherr von Brandis im 19. Jahrhundert mit privaten Mitteln bauen ließ. Innen war es üppig im Barockstil ausgeschmückt. So auch ein seltener Altar, in dem in der Mitte die Kanzel für die Predigten eingearbeitet wurde und ganz oben die Orgel eingebaut war. Im Mittelpunkt ist ein weibliches Gesicht zusehen, das die Frau von Brandis darstellt.

Danach radelten wir unter dem Mittellandkanal hindurch. Das war möglich, da das Wasser in einer Wanne über die Straße geführt wird. Sehr beeindruckend. In Hannover erreichten wir im Gründerzeitviertel den jüdischen Friedhof. Es war ein ummauerter großer Hügel, aus dem in unterschiedlichen Höhen die Grabsteine herausragten. Der Friedhof hat den zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden. Gegen 12.00 Uhr erreichten wir die Markthalle (Bauch von Hannover) in der Innenstadt. Hier gab es Lebensmittelstände und Essstände in großer Auswahl. Empfehlenswert war der dänische Stand „aeylling“ mit Smörrebröd. Danach radelten wir am Maschsee entlang zu den Herrenhäuser Gärten. Hier kann man sich gut 3 Stunden aufhalten incl. des Berggartens für botanisch Interessierte. Eine ganz besondere Welt und Zeitreise erlebt man im Barockgarten. Per Bus erreichten wir das Hotel und genossen den letzten Abend. (insgesamt 40 km)

 

Pünktlich um 9.00 Uhr holte uns der Radguide ab, leider musste er aus gesundheitlichen Gründen die Fahrt nach 40 Minuten abbrechen und wir schlugen uns per Google map und Komoot am Kanal bis in die Innenstadt zum Bus durch. Dort wartete der Guide Herr Podeski, der uns spontan zu Fuß durch die Innenstadt führte. Es war sehr spannend und informativ, das Denkmal der sieben Professoren, das neue Rathaus, den Landtag und die großzügigen Straßen zu sehen. (Insgesamt 25 km)

 

Es war eine tolle Tour mit bestem Wetter.

 

 

 

 

 


Berichte März bis Juli 2020

Radtour zu von Schönfels

Am 25.6.2020 war unsere erste Veranstaltung nach dem Lockdown: wir trafen uns zum Fahrradfahren und zur Besichtigung der Firma von Schönfels in Puttgarden.

 

Bei herrlichem Sonnenschein und einigem Gegenwind radelten wir von Burg, über Gahlendorf nach Klausdorf, dort über den Deich weiter nach Marienleuchte, um dann pünktlich zur Betriebsbesichtigung auf dem Entsorgungsfachbetrieb von Schönfels zu sein.

 

 

Von Moritz Vöge und Birger Scheef wurden wir begrüßt und mit kurzen Fakten informiert: 1994 wurde die Firma von Friedrich von Schönfels in Puttgarden gegründet, Moritz Vöge ist seit der ersten Stunde dabei. Circa 60 Mitarbeiter sorgen dafür, dass Ostholstein (und über die Grenzen hinweg) alles ordentlich, sprich fachgerecht, entsorgt wird. Zu dem heutigen Fuhrpark gehören unter anderem 11 LKWs, die zwischen Fehmarn, Neustadt und Lütjenburg verschiedenste Materialien einsammeln.

 

Entsorgt wird praktisch alles: von Haushaltsmüll über Sperrmüll, Gartenabfälle oder auch Sondermüll. Auf dem Betriebsgelände in Puttgarden wird alles zusammengetragen und sortiert: von grob zu fein. Die Gartenabfälle werden soweit sortiert und zerkleinert, dass Kompost entsteht, der als Dünger in der „betriebseigenen“ Landwirtschaft verwendet wird. Zu dem Unternehmen gehört unter anderem eine Hackschnitzelanlage, die alle Räumlichkeiten mit Wärme versorgt. Die Hackschnitzel werden auf dem Hof produziert und auch zum Verkauf angeboten. Nach circa 1 ½ Stunden interessantestem und anschaulichen Vortrag inkl. Begehung und Fragestunde ging es zur Stärkung an die Beltbude. Bei herrlichstem Sonnenschein und einer erfrischenden Brise wurde das ein oder andere Getränk genossen...

 

Alle waren sich einig: das tat richtig gut! .... mal wieder zusammen sein, sich austauschen, so viel Interessantes hören... das war ein gelungener Nachmittag!


Dorfspaziergang Bisdorf

Ein „besonderes“ Dorf in der Mitte der Insel.

Am 18. Juni 2020 trafen sich 25 Landfrauen um 14.00 Uhr unter strengen Corana- Hygienemaßnahmen im Hofcafé Bisdorf. Nach dem Genuss von Kaffee und Kuchen erzählte uns Karin Kleingarn im Dorf von der Entstehung Bisdorf um 1232 als vierseitiges bebautes Dorf in Nord-Süd-Richtung so wie es im Waldemarschen Erdbuch festgehalten wurde. Als Rechteck angelegt wurden die Häuser um die Dorfmitte, die so als Viehweide vorgehalten wurde. In den Ecken gab es dann die Tore, die z.B. auch Middeldoor oder Südertor genannt wurden. Der dänische König Waldemar II. hatte hier Ländereien und belehnte damit Ritter und nach Ausbreitung des Christentum auch die Kirche, die die verschiedenen Höfe bewirtschafteten oder verpachteten. Hier auf Fehmarn war es Bisdorf – villa episcopi, dass der Bischof von Fünen als Lehen erhalten hatte. Es gibt aber keinen Hinweis darauf, dass er einmal auf Fehmarn und in „seinem“ Dorf war. Die Landkirchner Kirche wurde später gebaut und stand zuerst alleine zwischen der Gemarkung Bisdorf (incl. Bahnhof) und Mummendorf (incl. Meierei Landkirchen). Das Dorf Landkirchen vergrößerte sich so nach und nach mit Gaststätten, Kaufleuten und Handwerkern.

 

Viele Informationen erhielt Karin auch durch den Heimatforscher Peter Wiepert, der in Bisdorf bis 1980 lebte und von Dr. Horst Rohde, dem Verfasser des Buches „Das Fehmarnhaus und seine Dorf“.

 

Erst 1905 konnten Höfe diese Flächen erwerben und haben dort große schöne Gärten angelegt. Von der Dorfstraße aus waren die Eingänge zu diesen Gärten mit imposanten gemauerten Toren zu begehen.

 

Wo ist Fehmarns Mitte? Der Mittelpunkt Fehmarns kann an einem Teich zwischen Bisdorf und Landkirchen festgemacht werden. Gut zu wissen.

 

Fünf Handwerksbetriebe siedelten sich in Bisdorf an, davon besuchten wir die Firma Bode. Sie baut Hausboote. Herr Bode erzählte vom Entstehen der Firma vor 10 Jahren und zeigte uns ein Hausboot, das fast fertig war. Er verwendet hochwertige Qualität für die Materialien und hofft auf eine ganzjährige Saison zum Vermieten. Im Moment müssen sie noch ins Winterquartier. Es war sehr beeindruckend und alles wirkte gut durchdacht.

 

Bisdorf ist durch seine zentrale Lage auch optimal für einen Feuerwehrstandort, den wir besichtigten. Hauke Scheef und Jörg Rüddiger berichteten leidenschaftlich von den komplexen Aufgaben. Die Feuerwehrmänner haben in großer Eigenleistung die dortigen Gebäude errichtet und belasteten finanziell so die Gemeinde nur mit ca. 10 % der Kosten, die durch einen Bau mit einer Firma entstanden wären.

 

Zum Schluss zeigte uns Karin das neue Baugebiet und führte uns durch einen grünen Pfad, das frühere Middeldor, zum Ausgangspunkt zurück. Alle waren begeistert von diesem interessanten und amüsanten Dorfspaziergang. Mit Karin Kleingarn hatten wir das Glück, eine historisch Interessierte und gleichzeitig eine gute Erzählerin für diese Führung gewinnen zu können.


Fahrt nach Hamburg zum “TINA TURNER MUSICAL”

Bei strahlendem Frühlingswetter machten wir uns am Mittwoch den 11. März 2020 um 12.00 Uhr auf den Weg nach Hamburg. Angemeldet waren 29 Damen und auch 2 Herren vom LandFrauenVerein Fehmarn und 15 Personen vom „Verein landwirtschaftlicher Fachbildung Ostholstein“ unter der Leitung von Magrit Marquardt.

Allerdings wurde diese Tour schon durch den Coronavirus beeinträchtigt. Es gab aus gesundheitlichen Gründen noch kurzfristig einige Absagen und es war bis zuletzt unklar, ob die Veranstaltung überhaupt stattfindet. 5 Karten konnten leider nicht genutzt werden. Aber wir hatten Glück und konnten die Veranstaltung wie geplant durchführen.

Der Busfahrer hatte die Route entlang der Elbchaussee gewählt und so beobachteten wir bei Sonnenschein die Schiffe auf der Elbe, einen Airbus bei der Landung und wir bewunderten die Villen in ihren großen Parks.

In Blankenese in “Lühmann´s Teestube” wurden wir in netter Atmophäre mit reich gedeckten Tischen zur Teatime erwartet. Leckere Scones mit Clotted Cream und selbstgemachten Marmeladen, herzhafte Schnittchen und süße Brownies, sowie Tee oder Kaffee standen für uns bereit.

Heißhungrig machten wir uns darüber her.

Im Anschluß hatten wir noch reichlich Zeit, um einen Spaziergang in der Umgebung zu machen, bevor wir zur Reeperbahn ins Stage Operettenhaus fuhren.

Um 18.30 Uhr begann dort pünktlich “TINA – das Tina Turner Musical” . Dieses Bühnen-Musical erzählt die beeindruckende und mitreißende Geschichte des Lebens einer starken Frau mit seinen Höhen und Tiefen und dem langen Weg zum Erfolg. Tina wagte es, die Grenzen von Alter, Geschlecht und Hautfarbe zu sprengen. Die Darstellerin wirkte sehr authentisch. Zum Schluß musste die Darstellerin ausgetauscht werden und wir merkten, dass die Stimme der neuen Darstellerin noch kraftvoller war. Alle waren begeistert und beeindruckt.

Bei milden 10° Außentemperatur bestiegen wir den Bus und machten uns auf den Heimweg. Um 24.00 Uhr hatten wir die Insel wieder sicher erreicht.

Es war ein rundum gelungener Ausflug!


Protokoll zur Jahreshauptversammlung des Landfrauenverein Fehmarn am 5.3.2020

Beginn: 15 Uhr Ort: Gasthof Meetz in Bannesdorf

Anwesende Mitglieder: 68, siehe Gästebuch

Tagesordnung

1. Begrüßung und Eröffnung

2. Feststellung der Beschlussfähigkeit und fristgerechter/ordnungsgemäßen Einladung

3. Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder des letzten Jahres

4. Protokoll der letzten JHV (liegt vor der Versammlung am Eingang aus) und Genehmigung

5. Grußworte

6. Jahresbericht

7. Kassenbericht

8. Entlastung des Vorstandes

9. Wahlen

10. Verschiedenes und Schließen der JHV

 

Der Chor singt zur Begrüßung drei Lieder und Doris Weiland bedankt sich bei Ludmilla mit einem Blumenstrauß für ihre tolle Chorleitung.

TOP 1: Dörte Witt eröffnet die Versammlung und begrüßt die Mitglieder des Landfrauenvereins Fehmarn und die Gäste (von den KLF Wiebke Weilandt, von der Presse Herrn Gamon (FT), die ehemaligen Vorsitzenden Rita Micheel-Sprenger, Wiebke Weilandt und Anke Marquardt, den Bauernverbandsvorsitzenden Gunnar Müller) und die heutige Referentin Frau Beate Rinck.

Ebenso hieß sie das längste Vereinsmitglied Karen Prange herzlich willkommen, immerhin ist sie schon 65 Jahre dabei.

TOP 2: Dörte stellt die Beschlussfähigkeit fest.

TOP 3: Dörte Witt gedenkt der verstorbenen drei Mitglieder mit einer Gedenkminute

TOP 4: Das Protokoll der letzten JHV wird einstimmig genehmigt.

TOP 5: Wiebke Weilandt stellte im Grußwort die Arbeit der Kreis LandFrauen kurz vor.

Gunnar Müller, Bauernverband Ortsverein Fehmarn, überbringt Grüße vom Bauernverband und erzählte von den aktuellen Trecker Demonstrationen der Bauern und dem guten Verhältnis zum LSV (Land schafft Verbindung), das doch den Dialog mit der Politik gefördert hat.

TOP 6: Stefanie Voss-Hagen und Doris Weiland stellen den Jahresbericht 2019 in Wort und Bild vor. Daran schließt sich Daniela Kleingarn mit dem Jahresbericht der Jungen Landfrauen an.

Nach der Kaffeetafel singt der Chor 3 Lieder.

TOP 7: Ellen Koch-Bumann gibt der Versammlung einen kurzen Überblick und Einblick in die Kasse des LFV Fehmarn. Trotz mehr Ausgaben als Einnahmen gibt es noch ein Plus auf dem Konto.

TOP 8: Frau Andrea Hinz berichtet von der Kassenprüfung, es gibt nichts zu bemängeln

und sie bittet die Versammlung um Entlastung des Vorstandes, einstimmig wird der Vorstand entlastet.

Die scheidenden Vorstandsdamen Doris Dickert und Renate Sommerfeldt werden mit herzlichen Worten und schönen Präsenten verabschiedet.

Wiebke Weilandt ehrt Doris Dickert für langjährige Vorstandsarbeit mit der silbernen LF Biene und den S-H Farben blau-weiß-rot.

TOP 9: Maria Meyer leitet die offenen (einstimmig entschieden) Wahlen:

Das Teammitglied Dörte Witt wird einstimmig wiedergewählt.

Für Doris Dickert und Renate Sommerfeldt werden Gabriele Scheef aus Bisdorf und Uta Marquardt aus Wenkendorf vorgeschlagen und einstimmig gewählt.

Sie nehmen die Wahl an.

Zur neuen Kassenprüferin wird Doris Dickert einstimmig gewählt.

TOP 10: Unter dem Punkt "Verschiedenes" kommen keine Vorschläge aus der Versammlung.

Versammlungsende: 17.00 Uhr

Wahlleitung: Maria Meyer

Protokollführerin: Doris Weiland

Fehmarn, den 6.3.2020


Vortrag "Den letzten Tagen mehr Leben geben"

Frau Beate Rinck stellte uns mit beeindruckenden Worten ihr Engagement für ein geplantes Hospiz in Oldenburg vor. Für dieses 4 Millionen Projekt eines Neubaus mit Grundstück hat sie schon viel Unterstützung erhalten, z.B. von der Aktivregion Fehmarn-Wagrien und der Landesregierung. Nun hat sie einen Förderverein gegründet und hofft auf viele Mitglieder und Spenden, um ihr Herzensprojekt zu verwirklichen. Als ehemalige Pflegedienstleiterin der Sana Kliniken weiß sie von den Schwierigkeiten, um Sterbenden ein würdevolles Abschiednehmen zu erleichtern. Das Hospiz Haus soll schön eingerichtet werden, dabei soll es den Sterbenden und den Pflegenden auch Erleichterung durch gute Bedienbarkeit geben. Die Betreuung der „Gäste“ soll mit viel Zeit und Liebe möglich werden, um letzte Wünsche zu erfüllen. Die letzten Tage im Leben jedes Einzelnen sind auch für die Angehörigen etwas Bleibendes. Dabei kann es eine große Stütze sein, Menschen in der Nähe zu wissen, die bei Nöten von Körper oder Seele helfen können. Die Landfrauen haben still zugehört und am Ende kam eine Spende von 550 € zusammen.


Besuch in der Blaudruckerei Koch in Neustadt

Am 27.02.2020 machten sich 10 Landfrauen gut gelaunt und mit alten Stoffen bepackt auf den Weg nach Neustadt in die Werkstätten der Firma Koch. Dort wurden wir von Herrn Koch-Süzen in seinen alten Räumen empfangen und herzlich begrüßt. Die Räume waren mit alten Eichenregalen und Treppe ausgestattet. In denen schöne bunt bedruckte Stoffen auslagen und ausgestellt waren. Sogar die Bodenfliesen waren handgemacht.

Zu Beginn erzählte er begeistert von seiner Familientradition. Das Gründungsjahr der Firma ist 1803. In siebenter Generation betreibt die Familie den Betrieb. Sie ist eine der  ältesten und einzige noch aktive Blaudruckerei in Schleswig Holstein. Seit über 200 Jahren  werden verschiedenste kreative und traditionelle Muster per Hand auf gegebenenfalls vorher gefärbten Stoff gedruckt.Der Leitspruch der Werkstätten lautet: „ Mit Tradition in die Moderne“

Mit einem kurzen spannenden Film führte Herr Koch-Süzen uns in die Arbeitsweise der Blaufärber- und Drucker ein.  Das Färben der Leinen- und Baumwollstoffe mit Indigo ist eine spannende Sache. Im Laufe des Färbevorganges wechselt der Stoff seine Farbe von gelb über grün bis zum satten blauen Farbton. Dieser blaue Stoff wird auf den Drucktisch gespannt. Der Druckstock (Model) wird in „Papp“ (geheime Rezeptur) getaucht. Dann wird die Model auf den Stoff gedrückt und es entsteht das gewünschte Muster. Der Stoff wird nun gewaschen. Durch einen chemischen Prozess verliert der Stoff an den Stempelstellen der Modeln die blaue Farbe und der weiße Grundton tritt wieder hervor.

Zum Bedrucken der Stoffe stehen in den Werkstätten etwa 600-700 Druckstöcke zur Verfügung, manche sind schon mehrere hundert Jahre alt.  Die Formstecher, so die Berufsbezeichnung, stellen die Modeln meistens aus Birnbaumholz mit Messingstiften kombiniert  her. Es gibt in Deutschland noch 4 Formenstecher. Eine geschnitzte Model herzustellen, dauert ca. einen Monat.

Wir waren infiziert und durften den Direktdruck mit den schönen alten Modeln zuerst auf Papier erproben. Es war spannend wie sich Farbe, Model, Mensch und Papier zueinander bei den Proben verhielten.  Viel Übung und Sorgfalt war erforderlich, um ein Ergebnis zu erhalten, mit dem wir  zufrieden waren. Dabei sollten wir nur eine gerade Borte an einer Linie entlang drucken. Zum Drucken auf unseren mitgebrachten Stoff kamen wir nicht mehr.

Da Doris dringend ein Geschenk brauchte, wurde ihr Leinentuch mit Unterstützung von Herr Koch-Süzen bedruckt. Herr Koch-Süzen lud uns daher zu einem späteren Zeitpunkt in die neu geschaffenen Workshop Räume ein. Dieses Angebot werden wir gerne annehmen. Ob nun blumig, grafisch oder filigran, für jeden Geschmack  lassen sich passende Muster finden. Bis zum nächsten Termin können wir uns Gedanken machen, wie unsere Decke gestaltet werden soll.


„art & cupe“ in der Hamburger Kunsthalle Samstag, 29.2.2020

Pünktlich startete die Regionalbahn um 7.26 Uhr mit 24 Frauen Richtung Hamburg. Dort wurden wir in der nahen Kunsthalle erwartet. Gestärkt mit Heißgetränk und Croissant, ausgestattet mit einem Lautsprecher am Ohr und einer jungen Kunstexpertin besuchten wir die Ausstellung der Impressionisten Monet, Manet, Degas, Renoir, Sisley, Gonzales und Pisarro. Es war eine Leihgabe aus der Sammlung Ordrupgaard. Dieses dänische Ehepaar hatte viel Freude am Aussuchen schöner Bilder in ganz Europa. Eingewiesen wurden wir in die Kunst des Licht und Schattenspiels, der Farbauswahl und dem handwerklichen Können dieser Maler. Auch die politischen Hintergründe oder Lebensumstände erwähnte unsere Kunstführerin. Zur Mittagszeit genossen wir alle ein tolles 4 Gänge Menue. Aus Lachsterrine mit zitronig gedünstetem Chicoree, eine getrüffelte Selleriesuppe, pochierten Kabeljau mit grüner Salbeisoße und Kartoffelkürbispüree. Danach noch ein Schokobrownie an Wintergrütze und wer wollte mit einem Espresso. Danach blieb nur eine kurze Führung in die Ausstellung der Moderne. Zum Beispiel wurde ein Kunstwerk gezeigt, das sich noch weiterentwickeln soll. Datiert auf das Jahr 2496. Wie verrückt! Es ist ein Tropfstein und soll als Gegenstück zu den 500 Jahre alten Kunstwerken des Museums stehen. Ebenso hingen an einer großen weißen Wand wohlgeordnet gebrauchte Plüschtiere in allen Größen und Teilstücken. Welche Sorgen und Gedanken mussten diese wohl aushalten? Leider blieb bis zum Feierabend unserer Kunstleiterin keine Zeit für mehr Kunstwerke.

Die restliche Zeit bis zur Abfahrt des Zuges nutzen einige zum Shoppen in der Mönkebergstraße, andere für noch weitere Ausstellungen der Kunsthalle oder einfach, um die frühlingshafte schöne Luft draußen zu genießen.


Wallnau im Wandel – Exkursion ins Herz des Naturschutzgebietes

Am Samstag, dem 15.02.2020 trafen sich 17 LandFrauen und zwei Männer wetterfest angezogen um 14 Uhr in Wallnau.

Martin Altemüller, der Leiter des Wasserschutzreservates erwartete uns zu einer Exkursion in die sonst gesperrten Bereiche des Wallnauer Naturschutzgebietes. Ein Betreten dieser Bereiche, die viele von uns noch vor der Zeit des Naturschutzgebietes kennen, ist nur außerhalb der Brutzeiten möglich.

An einem Modell wurde uns die Geschichte des ca. 200 ha großen Geländes nähergebracht. Das Gebiet wurde 1866 künstlich trocken gelegt und landwirtschaftlich genutzt. Eine schwere Sturmflut 1872 setzte den landwirtschaftlichen Bemühungen ein jähes Ende. Um die Jahrhundertwende wurde die Niederung eingedeicht, durch Dämme unterteilt, wieder unter Wasser gesetzt und ein Teichgut eingerichtet. Die Bewirtschaftung als Teichgut dauerte bis 1963. Im Anschluss daran drohte das Gebiet zu verwahrlosen und einer intensiven touristischen Nutzung anheim zu fallen. Dabei hatte sich das Gebiet als Folge seiner Teichbewirtschaftung unter Vogelkennern bereits einen Namen gemacht. Als es dann im Jahre 1975 zum Verkauf stand, gelang es dem Deutschen Bund für Vogelschutz zusammen mit dem Kreis Ostholstein die rund 209 ha des ehemaligen Teichgutes in einem finanziellen Kraftakt zu erwerben. Ab 1976 begann der Aufbau der Station und die gezielte Besucherbetreuung. Danach machten wir uns bei für Februar recht optimalen Bedingungen auf den Weg ins Gelände.

Es gab viel zu sehen und Herr Altemüller nahm sich immer wieder Zeit, uns zu zeigen, wie in Wallnau Naturschutz umgesetzt wird.

Ausgedehnte Feuchtwiesen, dichtes Schilf, üppige Teichflächen oder schlicke Uferzonen. Auf allen Flächen tummeln sich ab Frühjahr eine Vielzahl unterschiedlicher Brut- und Zugvogelarten. Wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzeptes ist die Steuerung der Wasserstände. Mittels eines Schöpfwerks können die über ein Kanalsystem verbundenen Teiche individuell reguliert werden. Der Biotopmanager öffnet von Hand die Schleusen, so genannte Mönche, um das Wasser in die bedürftigen Bereiche zu leiten. Im Frühjahr bietet ein hoher Wasserstand in den Teichen den brütenden Schilfbewohnern Sicherheit vor Bodenfeinden. Im Hochsommer finden Hunderte von durchziehenden Watvögeln ausreichend Nahrung in den schlammigen Uferbereichen der abgelassenen Flachwasserteiche. Besondere Bedeutung im Naturschutzkonzept des Wasservogelreservates Wallnau haben die ausgedehnten feuchten Wiesenflächen. Das Grünland wird durch Heu-Mahd und Beweidung vor Verschilfung und Verbuschung bewahrt. Das Wasservogelreservat Wallnau hält als "Rasenmäher" Galloway-Rinder und Koniks, Schafe haben sich nicht bewährt. Damit wird besonders für Wiesenvögel und Graugänse ein attraktiver Lebensraum zur Aufzucht ihrer Jungen geschaffen. Die vielfältige Struktur macht die "Wilden Weiden" zu einem attraktiven Terrain für Amphibien und schon fast ausgestorbene Pflanzen. Die Pflege der Kulturlandschaft wird immer wieder neu überdacht und gestaltet, abhängig davon, wie sich die Natur entwickelt. Nach ca. 2,5 km endete unser Rundgang am Informationszentrum. Hier konnten wir uns bei einer Tasse Kaffee und einem leckeren Stück Kuchen aufwärmen und noch die eine oder andere Frage an Herrn Altemüller loswerden. Wir bedankten uns mit einer Spende für das Wasservogelreservat für diese engagierte Führung.


Vortrag „Das Hören“ Mittwoch, 5.2.2020 16.00 Uhr

Dieses Thema ist die aktuelle Gesundheitskampagne des LFVerbandes und der Hörakustiker Herr Prof. Tchorz aus Lübeck konnte uns anschaulich erklären wie das Gehör funktioniert. Es kamen viele Landfrauen und auch Gäste zu diesem wichtigen Thema. Nichts oder wenig hören schränkt die Lebensqualität immens ein. Und auch Areale im Gehirn haben weniger zu tun und bauen sich ab. Zuerst gehen die hohen Töne und die leisen Buchstaben wie sch, s und t hörbar verloren. Zum Glück kann es durch Hörgeräte ausgeglichen werden. Damit sollte nicht zu spät mit begonnen werden. Es konnten noch einige Fragen direkt gestellt und beantwortet werden.

Beim Treffen um 16.00 Uhr kamen die pikanten Häppchen des Klausdorfer Hofcafés statt Kaffee und Kuchen gut an.