Ellen Koch- Bumann
Ellen Koch- Bumann

Jo Kley - Ein Kosmos - Ein Stein

 

Am Dienstag, dem 12. Oktober 2021 trafen sich 17 LandFrauen und drei Gäste um 14:30 Uhr im Senator – Thomsen - Haus, um sich die Ausstellung JO KLEY – EIN KOSMOS – EIN STEIN anzusehen. Der Ernst – Ludwig – Kirchner – Verein hatte uns eingeladen und Frau Antje Borgwardt war bereit uns in Vertretung für Imke Ehlers durch die Ausstellung zu führen.

Zur Begrüßung gabe es zuerst ein Glas Sekt. Nach einer kleinen Einführung zum Wirken des Vereins erzählte uns Antje Borgwardt aus dem Leben von Jo Kley.

Jo Kley wurde 1964 in Ulm/Donau geboren. Nach der Ausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer in Ulm studierte er von 1991 bis 1997 Bildhauerei an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel bei Jan Koblasa. Seit 1995 arbeitet er als freischaffender Künstler .Jo Kley lebt und arbeitet in Kiel, sein Atelier befindet sich in einer ehemaligen Kieskuhle.

Inspiration für seine Skulpturen findet Jo Kley auf seinen zahlreichen Reisen. Es gelingt ihm, die Energie des Steins einzufangen, dem harten Gestein Energie zu geben und diese in verschiedenen Formen nach außen auszudrücken. Als Teilnehmer, Organisator und Kurator war Jo Kley bereits an zahlreichen Bildhauersymposien im In- und Ausland beteiligt.

Rund 100 seiner Monumentalskulpturen befinden sich in Deutschland sowie in 20 weiteren Ländern von Fernost über Europa bis nach Nord- und Südamerika.

Zitat Jo Kley: “Meine Herangehensweise an den Stein ist ein individueller und leidenschafftlicher Akt zur Schaffung von Formen und Oberflächen...Natürlich macht es mich glücklich, wenn die Leute von meinen Skulpturen berührt werden und deshalb versuchen, sie anzufassen. Eine ausgezeichnete Steinskulptur ist Prosa und Gedicht zur gleichen Zeit. Sie ist die Einheit von Materien und Idee. Sie ist Energie.“

Danach durften wir uns umsehen und es war ausdrücklich erlaubt, die Skulpturen auch zu berühren.

Ellen Koch-Bumann


Dorfspaziergang in Katharinenhof

 

An einem sonnigen 7. Oktober trafen sich 35 Landfrauen zum beliebten Dorfspaziergang, diesmal in Katharinenhof. Herr Hellrik Wilder, ein ehemaliger Katharinenhofer, hat sich intensiv mit der Geschichte des Gutes auseinandergesetzt. Zuerst zeigte er uns, welche Gebäude auf dem heutigen geteilten Gut dazu gehörten und dessen ehemalige Nutzung. An die herrschaftliche Ausstrahlung des Gutes erinnert noch das „Schloss“, wie das Gutshaus in seiner Kindheit genannt wurde. Das Gutshaus hat viele bauliche Veränderungen mitgemacht und wirkt heute eher wie die modernen zweistöckigen Kastenbauten. Die anderen Gebäude wurden inzwischen vielfach zu Ferienwohnungen umgebaut. Aus dem Gut sind zwei große schöne Ferienhöfe geworden. Die Lage so nah an der nach Osten gelegenen Steilküste und dem Sandstrand ist ideal dafür.

 

Nach der Ortsbegehung erzählte Herr Wilder mit Blick aufs Meer auf dem Hof von Achim und Sonja Liesenberg aus der Geschichte der ehemaligen Gutsherren. 1772 legte Leutnant J.F. Witte den Hof und die Gebäude an.  Ab 1830 ist besonders der neue Eigentümer Herr von Leesen zu erwähnen, der sich auf der Insel als ehemaliger Hamburger Justiziar einen Namen gemacht hatte. Er führte Glanz und Gloria auf Katharinenhof ein; mit einem farbigen Diener, mit einer prunkvollen Kutsche, die entweder mit 4 Rappen oder 4 Schimmeln vorgespannt wurde und pompösen Festen. Er heiratete eine junge Mackeprang, die ein erhebliches Erbe (100 ha) mit in die Ehe brachte und nach 5 Ehejahren unter ungeklärten Umständen starb. Herr von Leesen hatte den Botaniker Bierwirth für die Anpflanzungen aus Hamburg mitgebracht. Dieser hat sich mit vielen Obstbäumen und guten Sorten auf der Insel verewigt. Seine Angestellten waren Herr von Leesen ergeben und bei entsprechender Leistung schenkte er ihnen Häuser und Ländereien. Spektakulär war auch sein Abgang von der Insel. 1848 erfuhr er von der Ankerung zweier dänischer Schiffe vor Burgstaaken. Sofort sattelten er und einige Helfer die Pferde und ritten dorthin. Auf einer späteren Münze ist die Szene verewigt, in dem Herr von Leesen den dänischen Kapitän gefangen nahm und gleichzeitig eine Schießerei damit auslöste, in dem ein dänischer Matrose erschossen wurde. Herrn von Leesen blieb nur die Flucht über Lemkenhafen mit einem Boot nach Heiligenhafen. Jahre später wurden seine Helfer und er vor Gericht verurteilt. Er verkaufte das Gut an Herrn Linde. Landwirtschaftlich ist der Tarrasboden ein schwierig zu bearbeitender Acker, was besonders früher zu häufigen Hofbesitzerwechseln führte. 1917 kaufte Familie Loesener das Gut und musste es von 1940 -1945 zum Teil der SS-Stiftung Nordhav, nach dem Krieg vielen Soldaten und Flüchtlingen überlassen. 1953 wurde es von der Familie zurückgekauft und als Familie von Zitzewitz (geb. Loesener) zum Ferienhof umgestaltet.  In der heutigen Zeit sind die Besitzer Liesenberg und Beneken.

 

Bei selbstgebackenem Kuchen und Kaffee auf liebevoll herbstlich dekorierten Tischen konnte der Nachmittag gesellig ausklingen.

Doris Weiland


Radreise II an die Schlei vom 20.09.21 bis 23.09.21

Am Montag dem 20. September machten wir uns früh morgens mit dem kleinen Bus von Nordlandreisen, unserem Busfahrer Frank und Herrn Wolgast, der die Fahrräder transportierte, auf den Weg nach Schleswig.

Ein schöner Sonnenaufgang über dem Sund belohnte 18 Landfrauen für das frühe Aufstehen. In Gremersdorf stieg noch eine Dame zu und dann ging es nach Lütjenburg zum Frühstücksbuffet . Gut gestärkt erreichten wir am späten Vormittag Kropp, wo uns unsere Reisebegleitung Monika ( eine Landfrau mit Zertifikat für Reiseleitung)  erwartete .

Munter radelten wir los und unser erster Stop war ein Familienbetrieb auf der Geest mit Kühen, Kartoffeln und Biogasanlage. Die Bäuerin hat sich zur Bauernhofpädagogin ausbilden lassen und uns sehr anschaulich den Betrieb gezeigt. Sie schnackte platt mit uns. Zum Abschluß gab es noch leckere Kartoffelchips frisch vom Blech, die sie gerade mit einer Schulklasse gemacht hatte. Dann kamen wir an einem schönen ländlichen Blumenladen vorbei. Geschwind wurden ein paar frisch gebundene Kränze gekauft.

Von hier radelten wir nach Dannewerk, welches Unesco Weltkultur Erbe ist und spätestens hier merkte man, was für einen tollen Guide wir mit Monika hatten. Mit viel Elan und großem Fachwissen erklärte sie uns die Geschichte von Dannewerk und dies setzte sich auch fort , als wir später den Barockgarten von Schloß Gottorf und den Gottorfer Globus erreichten.

Weiter gings zum Schleswiger Hafen. Hier genossen wir bei schönstem Sonnenschein einen kleinen Fischimbiss. Von dort konnten wir den St. Petri Dom schon sehen, den wir zum Abschluss des ersten Tages von innen und außen besichtigten. Auch hier wieder mit großem Fachwissen von Monika erklärt. Nach 29 km am ersten Tag checkten wir im Hotel Hohenzollern in Schleswig ein. Am Abend wartete noch eine Überraschung auf uns: Wir wurden vom alteingesessenen Männergesangsverein aus Ulsnis begrüßt, der für uns einige sehr unterschiedliche Lieder sang. Eine nette Geste, die sich ergeben hatte da ein Mitglied des Chors ( Richard ) ein Cousin von Doris und Marlen ist. Er hat uns auch am nächsten Tag die kleine sehr alte Kirche in Ulsnis gezeigt.

 

Am 2. Tag radelten wir durch Schleswig zunächst zur historischen Fischersiedlung „Holm“. Es handelt sich dabei um entzückende kleine Häuser nach hinten raus meistens mit Meerblick, die kreisförmig um einen privaten Friedhof angesiedelt sind. Diese Fischer hatten Fischereirecht auf der ganzen Schlei. Weiter ging es an einem Kloster vorbei zu einem weiteren Stadtteil Schleswigs zur „Freiheit“ östlich des Holms. Hier sahen wir ganz interessante Neubauten ein Kontrast zum historischen Holm. Es ging weiter durch hügelige Felder immer mal wieder mit herrlichem Blick auf die Schlei. An einem ländlich gelegenen Laden in Brodersby machten wir Pause und es gab heiße Schokolade, Kaffee und auch Kuchen to go.

Bevor wir weiterfuhren zogen alle ihre Regensachen an, denn es fing an zu nieseln. Doch bevor es richtig regnete erreichten wir zum Glück eine alte Bauernkate, ein privates Museum mit wunderschönem Bauerngarten, wo wir uns unterstellen konnten , um den Erklärungen des Hausherren zu lauschen. Dann ging es weiter zur alten Kirche in Ulsnis, wo uns Richard erwartete . Wir schauten uns die Kirche an, kletterten auf den hölzernen Glockenturm und schlenderten durch den Pastoratsgarten . Eine Schale mit Pflaumen aus Richards Garten war schnell geleert. Lecker! Weiter ging es am alten Armenhaus vorbei zum Cafe des Gutshauses Lindenhof , bekannt durch die beliebte Fernsehserie „Der Landarzt“ denn hier war im Film die Landarztpraxis. Der Kuchen war lecker, wir saßen draußen und die Pause tat gut.

Das nächste Ziel war Anis, die kleinste Stadt Deutschlands. Leider erlebten wir sie nur im Regen. Als wir Kappel erreichten war das Wetter zum Glück wieder besser und die Räder konnten im Trockenen verladen werden. 44 km lagen hinter uns und wir hatten wieder viel gesehen.

 

Am 3. Tag wurde das ursprüngliche Programm umgekehrt. Es war ein absoluter Sonnentag und der Bus brachte uns zur Geltinger Birk, einem 800 ha großen Naturschutzgebiet. Am Eingang begrüßte uns die „Mühle Charlotte“ eine 1826 erbaute Windmühle. Wir radelten eine ganze Zeit am Ostseestrand entlang und das Wasser glitzerte im Sonnenschein. Wir haben Ziegen und Rinder gesehen, leider keine Wildpferde, welche auch dort leben. Auch die Küste des gegenüberliegenden Dänemark war gut zu sehen und 3 Leuchttürme konnte Monika uns zeigen. Unser Weg führte uns dann nach Maasholm, einem kleinen Fischerort auf einer Halbinsel gelegen an der Schleimündung zur Ostsee. Hier aßen alle ein frisches Fischbrötchen auf die Hand und es ging weiter durch riesige Felder vorbei an Gut Buckhagen nach Kappeln. Hier wurden die Räder verladen und wir hatten ca 1,5 Stunden Zeit zum Bummeln in der Stadt. Einige gingen auch noch mit Monika zur dortigen Kirche. Dann brachte uns der Bus zum Gut Ludwigsburg der Familie Carl. Im hofeigenen Cafe gab es leckeren Kuchen aber auch etwas Deftiges. Auch wurden noch ein paar Mitbringsel im Hofladen erworben. Auf dem Hof werden Trakehner gezüchtet. 50 eigene Pferde und 20 Einsteller haben hier ihre Box. Aber ein Highlight war die Führung des Hausherren durch das unter Denkmalschutz stehende Herrenhaus. Man könnte sagen der Typ kam echt gut rüber! Auf witzige und unterhaltsame Art, aber auch mit historischem Wissen versehen, brachte er uns die Geschichte seines Elternhauses näher. Besonders beeindruckend war die „Bunte Kammer“ mit ihren 170 Emblemen, einzigartig im norddeutschen Raum. Die Embleme sind auf Holz gemalte Bilder mit passendem Spruch auf lateinisch, deutsch oder auch spanisch. Man kann sich in diesem Raum trauen lassen und dann auch die Hochzeit im Saal und Gewölbekeller des Herrenhauses feiern. Es war schon recht spät als der Bus uns ins Hotel brachte und wir gingen sofort zum Abendessen. Ein toller Tag lag hinter uns und ca 37 km mit dem Rad.

 

Der 4. Tag beginnt mit Diskussionen: Wird es gleich regnen oder nicht? Werden wir naß ? Einige Landfrauen fahren mit Bus nach Haitabu andere mit dem Rad. Unsere erste Station ist das Schloß Gottorf, sehr beeindruckend. Zwischendurch sehen wir noch eine Schweinehaltung mit Hütten auf der Wiese. Später halten wir noch beim „Erik Stein“ und Monika erklärt uns die Runen auf dem Stein. Wir kommen zum Glück trocken an in Haitabu. Dort treffen wir alle wieder zusammen und haben eine Führung gebucht. Wir erfahren viel Neues über die Geschichte der Wikinger Stadt (am Ende der Schlei gelegen), die um 770 gegründet und 1066 endgültig zerstört wurde. Leider regnete es dann, aber wir konnten in den historisch nachgebauten Häusern Unterschlupf finden, saßen auf alten Fellbetten und lauschten dem Vortrag unseres Führers. Zum Abschluss dann ein gemeinsames Essen im „Odin“ einem Restaurant plus Hofladen mit Frischem aus der Region. Am späten Nachmittag kamen wir wieder auf der Insel an. Vier tolle Tage mit netten Gesprächen, vielen neuen Eindrücken, viel frischer Luft und ganz viel Spaß liegen hinter uns und wir freuen uns auf die Tour im nächsten Jahr.

Bericht: Annette Köhlbrandt


Radreise Schlei I vom 13.-16.9.2021

Wieder viel erlebt!

Am Montag, den 13.9. 2021 starteten wir munter und pünktlich in Burg. Um 8.00 Uhr gab es ein leckeres Frühstück in Lütjenburg und gegen 11.00 erreichten wir Kropp, unseren Startpunkt. Monika Neufang, eine flotte Landfrau aus der Gegend, erwartete uns mit ihrem Rad ohne Motor. Nach 10 km kehrten wir bei Birgit Erichsen im Schnepfennest ein und die plattschnackende Bauernhofpädagogin zeigte uns ihren vielseitigen Hof (Milchvieh, Kartoffeln, Hühner, Ackerbau, Schulklassen). Weiter ging es, aber nicht lange, da erweckte ein Blumenhof unsere Neugier und in einer Blitzaktion konnte noch etwas mit Lieferservice ins Hotel gekauft werden. Nun radelten wir über gute breite Straßen fast alleine durch eine Gegend mit vielen Kieswerken, Maisfeldern, Wiesen und Fluglärm durch den Militärstützpunkt Jagel. In der Ferne erblickten wir den Wall Danewerk, neben dem Haitabu-Museum gehört es zum großen Gebiet der wikingerzeitlichen Unesco-Welterbestätten. Von einem Besichtigungsberg ging es weiter entlang an der Waldemarschen Ziegelsteinmauer. Aus der Zeit Dänemarks gibt es noch viele Namen und Relikte, die an die Kriege zwischen Dänen und Holstein erinnern. Nach ca. 20 km kamen wir in Schleswig an. Das Globushaus, die Schlangenstatue im blauen Teich und die barocken Terrassengärten gehören zum Anwesen des Gottorfer Schloss. Den Schleswiger Dom, der kurz vor der Beendigung der umfangreichen Restaurierung steht, konnten wir besichtigen. Bei der Betrachtung des beeindruckenden Brüggemann Altars wurde die Orgel eingespielt. Sie ist eineinhalb Jahre staubgeschützt eingepackt gewesen. Die Fenster leuchteten in frischen Farben und die Decke wurde zusätzlich angestrahlt, dadurch wirkte der Dom sehr hell und freundlich.

Im Hotel „Hohenzollern“ angekommen, waren nach einigen Zimmerumzügen alle einigermaßen zufrieden und wir freuten uns auf das Abendessen und die geselligen Stunden.

 

2. Tag

Ausgeruht und frisch gestärkt ging es wieder auf die Räder. Wir steuerten den „Holm“ an, die private Fischersiedlung mit mittigem Friedhof und erfreuten uns an der Idylle. Weiter ging es zum gegensätzlichen modernen Wohngebiet, der „Freiheit“. Auch schön! Das Gebäude der dänischen Schule spendete ein reicher Bürger (dänischer Herkunft).

Die Sonne kam durch und die Radwege waren gut befahrbar. Es war nicht viel Radverkehr unterwegs. Bewusst werden keine großen Hotels genehmigt, um den sanften Tourismus beizubehalten. Wir blieben nördlich der Schlei, in Angeln. Die Landschaft war wunderschön, sanft hügelig und viele Knicks grenzten die Felder ein. In Brodersby konnten wir im „Markttreff“, einem genossenschaftlichen Dorfladen, einkaufen, Post einwerfen und die auf Toilette gehen. Danach radelten wir nach Ulsnis zum Kalübbe Garten mit Reetdachkate und vielen Gartenräumen zum Träumen. Dort genossen wir eine besinnliche Stunde und Informationen der Besitzer Chalupka. Danach zeigte uns Monika Neufang den Pastoratsgarten und wir stärkten uns an den Äpfeln. Die Wege durch die wunderschöne hügelige Landschaft führt an die Schlei mit einsamen Badestellen, wo wir einen „Chorsänger“ trafen, der in der folgenden Woche vor den fehmarnschen Landfrauen für Marlene und Doris im Hotel singt. Ein glücklicher Zufall!

Um 14.00 Uhr hatten wir Plätze im Landarzt Café in Lindaunis reservieren lassen und genossen dort leckere Torten und Garten sowie den touristischen Trubel. Alles bei bestem Wetter und blauen Himmel. Nun steuerten wir Arnis an, die kleinste Stadt Deutschland. Es gibt dort eine Kirche mit Fachwerk, einen Strand, einen Segelhafen und eine Straße. Bemerkenswert sind die hübschen Haustüren. Weiter ging es nach Kappeln, wo unsere Räder verladen wurden und wir mit dem Bus zum Hotel fuhren. Es war so schön und unvorstellbar, dass die Wettervorsage mit Regen für morgen Recht behalten sollte.

 

3. Tag

Regen! Änderung des Plans auf eine reine Bustour durch Schwansen und die Geltinger Birk!

Zuerst fuhren wir nach Eckernförde und Monika gestaltete einen Stadtrundgang für uns. Die Kombination aus naher Verbindung von Sandstrand, Hafen und schöner Fußgängerzone macht das Typische aus. In Eckernförde wird die „Kieler Sprotte“ hergestellt, die Fischer „Kalle und Krischan“ zeigen wie man aus Silber (Heringshaut) Gold (geräucherte Haut) macht. Aus der Bonbonkocherei ging keine ohne vollen Beutel. Gegen 11.30 Uhr waren wir in Gut Ludwigsburg in Waabs angemeldet. Dort stärkten sich einige im Imbiss und lauschten der Vorstellung des denkmalgeschützten Gutes durch den Besitzer Herrn Carl (Ferienwohnungen, Pferdezucht, Hofladen, Café, Hochzeiten, blauer Raum).

Über Damp und Olpenitz (einer neuen riesigen Feriensiedlung) ging es nach Kappeln. Ein Stadtbummel von 13.00-14.00 Uhr zwischen Kirche und Mühle war möglich, manche besichtigten mit Monika die Kirche.

Weiterfahrt nach Angeln über Maasholm, Geltinger Birk und Haltepunkt an der Mühle „Charlotte“, die in Privatbesitz ist und umgeben von einem Naturschutzgebiet.

Geplant war nun eine Ankunft in Schleswig gegen 16.00 Uhr, damit noch vor dem Abendessen ein Stadtbummel möglich wurde.

Ein letzter geselliger Abend in Gaststube dieses traditionellen, familiengeführten Hotels war ein schöner Abschluss.

 

4. Tag

Im Nieselregen besichtigten wir von außen das Schloss Gottorf in Schleswig.

Regenfest eingepackt umradelten wir die beiden Noore bis Haitabu. Zwischendurch hielten wir bei einer Außenschweinehaltung und dem Runenstein. In Haitabu durften wir mit Führung das Leben der Wikinger und die Wikingerhäuser nachempfinden. Danach im „Odin“ lecker feinheimisch gespeist. Toller Abschluss! Gegen 17.00 Uhr kamen wir gut in Burg an.

Doris Weiland


Besuch des Wakeparks am 05.09.2021

 

Die Sonne war gerade aufgegangen, da ging es auch schon auf die Bretter!

Noch vor dem eigentlichen Öffnen ( „uns müssen beim ersten Probieren ja nicht unbedingt viele zuschauen!!!) durften 13 Landfrauen sich im Wakepark Fehmarn versuchen. Durch den Wind und die frühe Tageszeit erschien es fast etwas frisch, um ins kühle Nass zu springen…

Aber ein Reinplatschen beim ersten Wakeboarden ist wohl nicht zu verhindern.

Und schon bald war die Kälte nur noch sekundär: viel wichtiger war die Aufregung über das eigene Können!

Alle ( außer der Organisatorin, „eine muss sich ja um die Damen kümmern“) haben es geschafft, sich auf dem Brett zu halten… nicht wenige haben sogar eine Kurven bewältigt und einige konnten ohne unterzutauchen mehrere Runden fahren!!!

Alle waren sich bei der anschließenden Stärkung einig: das wird weitergemacht…wir machen eine Gruppe auf, die sich regelmäßig trifft… das bringt richtig Spaß!

Herzlichen Dank an das unkomplizierte Team des Wakepark Fehmarn, den heißen Kaffee zur rechten Zeit und die geduldigen und motivierenden Mitarbeit Vincent & Olli ….wir kommen gerne wieder! 

Dörte Witt


„Der Norden singt“ am 15.08.2021 in Eutin

 

Am 15.08.2021 machten sich acht frisch getestete Landfrauen auf den Weg zur Anlage der Eutiner Festspiele um bei „Der Norden singt“ mitzumachen. Einige hatten schon Live Erfahrung, andere haben während des Lockdowns online mitgesungen und ein paar waren ganz gespannt darauf, was sie erwartet. Nach einer entspannten Anreise (hier nochmal ein Dank an Gabriele Scheef für das Fahren) kamen wir bei bestem Wetter an.

Auf dem schönen Vorhof der Eutiner Festspiele hatten wir noch genügend Zeit für einen Snack und ein Getränk um uns zu stärken. Nachdem wir unsere Plätze in der Sonne eingenommen hatten, ging es auch schon bald los.

Nils Schröder, der Leiter der Veranstaltung, kam mit seiner Band auf die Bühne. Mit stehenden Ovationen wurden sie begrüßt und auch Nils Schröder und seine Kollegen waren sichtlich bewegt und erfreut endlich wieder vor Publikum live singen zu dürfen. Diese Freude hat man durch das ganze Konzert gespürt. Nach einem kurzem „warm up“ ging es auch schon mit der „Der Norden singt“ Hymne los: Moin!Moin!

Dann folgten eine ganze Reihe bekannter Lieder wie z.B. „Take a chance“/ABBA, „Can’t stop Loving you“/Phil Collins, „How will I know“/Whitney Houston, „Legenden“/Max Giesinger, „I can see clearly now“/Jimmy Cliff, „Frauen regieren die Welt“/Roger Cicero, „Irgendwas bleibt“/Silbermond, „Let it be“/The Beatles und noch einige mehr. Es wurde immer erst kurz geprobt, dann wurde gesungen. Wir wurden alle mitgerissen und haben rhythmisch und schwungvoll im großen Chor unsere Sangeskünste zum Besten gegeben. Im umgetexteten Lied „Ich will keine Quarantäne (Schokolade)“ hat die Band den Lockdown der letzten 18 Monate nochmal musikalisch Revue passieren lassen. Nach zweieinhalb Stunden war das Konzert leider viel zu schnell zu Ende. Aber es gab noch eine krönende Zugabe: „Freude schöner Götterfunken“ von Beethoven. Was für ein Gänsehautfeeling! Und alle waren sich einig: es war ein großartiger Nachmittag der auf eine Wiederholung wartet!

Ganz erfüllt fuhren wir wieder mit Ela zurück nach Fehmarn, wo einige von uns den Abend noch nett beim Italiener ausklingen ließen.

Daniela Kleingarn


Ellen Koch- Bumann
Ellen Koch- Bumann

Bojendorfer Spaziergang mit Klaus Blanck

 

An einem sonnigen 8. Juli 2021 trafen sich 26 Landfrauen und ein interessierter Mann im vielseitigen Garten von Silke und Klaus Blanck in Bojendorf. Die Frauen zog es sofort in den Garten mit den schönen Stauden und ins Gewächshaus, wo Gurken und Tomaten bis an die Decke wuchsen. Draußen genossen wir auch selbstgebackenen Kuchen und Kaffee. Im Sitzen konnten wir dann die Einleitung zur Entwicklung des Dorfes anhand von Luftbildaufnahmen aus unterschiedlichen Jahrzehnten beobachten. Bojendorf ist ein typisches Fortadorf, in dem es ursprünglich nur Bauernhöfe gab. Im Laufe der Zeit entwickelten sich aus den mittigen Viehweiden Nutzgärten mit einer vielfältigen Flora und Fauna. Heute gibt es viele Ferienwohnungen und Zweitwohnungen auf diesen Flächen mit entsprechenden Park- und Rasenplätzen und weniger Vogelgesang. Im Winterhalbjahr leben im Dorf ca. 20 Menschen, die eine gute Dorfgemeinschaft schätzen.

Jetzt folgte ein Spaziergang zum Innendeich zwischen dem Dorf und dem Campingplatz Wallnau liegend. Hier erzählte Klaus über die Sturmflut von 1872 (das Wasser drang von Flügge südwestlich liegend ins Dorf) mit seinen dramatischen Schicksalen. Bojendorf hatte immer schon landwirtschaftlich mit Hochwasserproblemen zu tun und durch diese besonderen Herausforderungen gab es häufig auf den Höfen Besitzerwechsel. Das änderte sich erst mit dem Bau des Deiches Ende des 19. Jahrhunderts. Leider sind die Unterlagen über den Deichbau verloren gegangen.

Zurück im Dorf erfuhren wir, dass sich früher Handwerksbetriebe nur in den Kirchdörfern niederlassen durften. Eine Ausnahme bildeten die Schmieden für die Hufbeschläge der Arbeitspferde. Auch eine Schule gab es im Dorf. Nach dem Krieg besuchten bis zu 90 Kinder (Einheimische und Flüchtlinge) die Schule, die in einem Raum von einem Lehrer unterrichtet wurden. Dieser hat es auch schriftlich festgehalten. Als dann im Laufe der Zeit nur noch 5 Kinder dort zur Schule gingen, wurde sie aufgelöst und die Kinder mussten in den 50er Jahren nach Petersdorf (3 km Entfernung) gehen.

Ganz herzlich müssen wir uns bei Klaus und Silke Blanck bedanken, denn während dieser Veranstaltung erfuhren sie vom plötzlichen Tod eines Bojendorfer Freundes und haben schweren Herzens alles durchgezogen. Traurig gingen wir alle nach Hause.

Doris Weiland


Am 15. Juni 2021 startete unser Sommerprogramm mit der Aktion „Fünf an einem Tag“.

 

Doris Weiland
Doris Weiland

Bummel durch Petersdorf

 

Doris Weiland und ich (Annette Köhlbrandt) hatten zum Petersdorfer Bummel eingeladen und so trafen bei sommerlichem Wetter einige Landfrauen mit dem Fahrrad und einige mit dem Auto um 14 Uhr 30 vor dem Atelier von Lina Danklefsen ein. Insgesamt waren wir 17 Personen, so dass wir uns in 2 Gruppen aufgeteilt haben, um alles coronagemäß durchführen zu können. Eine Gruppe von 9 Personen ging mit mir zuerst zu Lina in den Laden und die Werkstatt. Wir bekamen eine ausführliche und auch anschauliche Erklärung ihrer Arbeit, so dass wir hinterher viel über die Porzellanherstellung wussten. Ein paar von uns kauften auch etwas Schönes ein. Anschließend wurde getauscht und die 2. Gruppe mit Doris bekam eine Führung und wir sind einmal um den idyllischen Dorfteich geschlendert, bzw. einige kamen auch noch in den Genuss einer kurzen Kirchenführung von Doris. Zeitlich reichte es leider nicht für alle, denn um 16 Uhr waren wir im Kaffeestübchen angemeldet und saßen dort bei herrlichem Wetter im Garten bei Kaffee, Tee, Kuchen oder Eis.

Im Anschluss sind einige noch durch den Ort in die „Hofdiele“ und zu „Fehmarnsteine“ gebummelt, während andere schon nach Hause mussten. Ich glaube, alle stimmen mit mir überein: Es war ein interessanter und gemütlicher Nachmittag und auch an dieser Stelle noch ein großes Dankeschön an Lina für ihren herzlichen Empfang.

Annette Köhlbrandt

Marit Kruse
Marit Kruse

Radtour mit Marit & Dörte

Endlich war es soweit! Und das an einem wunderschönen Nachmittag. Eine lustige, unterhaltsame Truppe radelte 40 km bei schönstem Wetter. Alle freuen sich auf einen Wiederholung.

Es ging von Burg über den Deich nach Wulfen und Fehmarnsund über die Fehmarnsundbrücke aufs Festland. Eine kleine Pause entspannte am westlichen Strand, dann unter der Brücke hindurch und weiter an der Küste Großenbroderfähre fuhren wir bis zum Südstrand ins Café „Meerkieker“. Durch den Ort Großenbrode ging es zurück auf die Insel. Endstation bis 19.30 Uhr war die neue Wakeboardanlage in Wulfen.

 

 

Radtour mit Helga & Maria

Am gleichen Tag starteten bei wunderschönem Wetter gutgelaunte Frauen nach einer „Findungsphase“ um 17.00 Uhr zu einer Radtour auf Fehmarn. Von Burg über Meeschendorf am Strand entlang nach Staberdorf weiter nach Klausdorf, Marienleuchte, Puttgarden bis zum Grünen Brink.

Unterwegs gab es viel zu erzählen und Neues zu berichten. An der "Beltbude" endete eine schöne Radtour mit Cocktails und Speisen in gemütlicher Runde. So gestärkt traten dann alle ihren Heimweg an.