Radtour durch die Lüneburger Heide vom 06.09. bis 09.09.2022

 

1. Tag: 14 gutgelaunte LandFrauen treffen sich 6.30 Uhr zur Verladung der Fahrräder am Parkplatz am Niendorfer Weg. Herr Heiko Wolgast erwartet uns und wird die nächsten Tage unser Busfahrer sein. Die Wettervorhersage wird lebhaft diskutiert, aber alle freuen sich auf vier schöne Tage und interessante Touren mit dem Rad. In Heiligenhafen und Oldenburg machen wir einen kleinen Stop und fahren dann vollständig beladen nach Lütjenburg zu einem leckeren Frühstücksbuffet. Noch schnell wird im Buchantiquariat nebenan ein wenig Lesestoff erstanden und dann geht es gut gestärkt weiter.

In Behringen werden vor dem Hotel „Zur grünen Eiche“ die Fahrräder ausgeladen und wenige Minuten später geht es mit unserem Fahrradguide Herrn Heinz Hoyer schon Richtung Brunausee.

Ganz in der Nähe entdecken wir den Hinweisstein für sechs Partnergemeinden, die ebenfalls den Namen Be(h)ringen tragen. Weiter geht’s nach Volkwardingen. Dort bestaunen wir die Holzskulptur  aus Eichenholz, eine Kettensägearbeit von Michael Knüdel, die Volquard, den Namensgeber des Ortes, mit all seinen Tieren darstellt. Durch die Hörpeler Heide, die noch sehr schön blüht, radeln wir am Hotel Sudermühlen vorbei Richtung Egestorf mit seiner wunderschönen St. Stephanus Feldstein- und Fachwerkkirche aus dem Jahre 1645. Von 1885 bis 1923 wirkte in Egestorf Heidepastor Wilhelm Bode, einer der maßgeblichen Gründer des Naturschutzparks Lüneburger Heide. Uns gefällt die helle und prächtige Innenausstattung der Kirche, aber auch die schönen Heidekränze und der Friedhof mit philosphischem Steingarten. In einem kleinen Café werden wir überaus lecker versorgt.

Gut gestärkt geht es Richtung Döhle. Immer wieder gibt es kleine Pausen und wir erfahren etwas über die Arbeit der Heidebauern, zum Beispiel die Anlage von Rieselwiesen um den Heu-Ertrag der Wiesen zu steigern. In Döhle können wir die Wildpferde auf der Wiese sehen und in Hörpel bestaunen wir die Zehntscheune. Bis 1840 waren die unfreien Bauern dazu verpflichtet, den zehnten Teil der Getreideernte an ihren Grundherren abzuliefern. Dieser Teil der Garben musste sogar als erstes Fuder zur Zehntscheune gefahren werden. An einer Milchtankstelle überrascht uns ein Regenschauer, aber wir sind alle gut ausgerüstet und radeln munter weiter. Die erste Tour nähert sich langsam wieder Behringen. Auf dem Tageskilometerzähler stehen 27 km.

Angekommen im Hotel erwarten uns unsere Koffer und die Zimmerschlüssel. Um 18:30 Uhr versammeln wir uns im Wintergarten und lauschen dem jungen Koch der Familie Rieckmann. Er wird uns jeden Abend amüsant einen Überblick über das Buffet geben. Jedes Mal ein anderes Thema, aber immer sehr engagiert vorgetragen und ausgesprochen lecker.

Wir sind ein wenig erschöpft nach einem langen Tag und gutem Essen, aber ohne einen Heidegeist und einer kleinen Rund Scharwenzel geht es nicht ins Bett.

 

2. Tag: Nach einem leckeren Frühstück starten wir um 9:30 Uhr im leichten Regen zur Wundertour rund um Bispingen. Schon beim ersten Stop am Brunausee können wir die Regensachen ausziehen.

Die Sonne kommt durch und wird uns den ganzen Tag über begleiten. Es wird noch einmal sehr warm. Wir radeln durch herrliche Heidelandschaften (Behringer Heide, Bokelmann Heide).  Bei jedem Stop werden wir von Herrn Hoyer mit Informationen versorgt. Wir sehen alte und neue Schafställe, begegnen einem Schäfer und einer Heidschnuckenherde. Auf unserer Tour begegnen wir immer wieder diesen wichtigen Heidebewohnern. Die Beweidung durch diese robuste Schafsorte, verhindert die Vergreisung der Heidepflanzen und den aufkommenden Baumbewuchs. Wir erfahren etwas über Besen- und Glockenheide und warum die Heidebauern Kopfeichen hatten. Im Lüneburger Stülper, einem geflochtenen Strohbienenkorb, der zur Festigung mit Kuhfladen und einem Lehmgemisch überzogen wird, wird auch heute noch Bienenhaltung betrieben. Die Wümmequelle liegt an unserem Weg und auf den Magerwiesen rund um das Suhorn hören wir die Geschichten der Mutter Wüm, der Heidehexe, die hier sehr zurückgezogen lebte. Von Niederhaverbeck geht es an der Bienenwelten-Ausstellung vorbei über den Wilseder Berg, der mit 169,2m die höchste Erhebung der Norddeutschen Tiefebene ist. Wir genießen den schöner Rundblick über die Heide. Ein Gedenkstein erinnert an den Geologen Carl Friedrich Gauß, der um 1822 von hier aus seine noch heute anerkannte Landesvermessung  vorgenommen hat.

Im Museumsdorf Wilsede erwarten uns Heidschnuckenwurst, Heidschnuckenburger und Buchweizentorte. Gut erholt starten wir zum Totengrund und Hannibals Grab. Es geht über Stock, Stein und Sand bergauf und bergab. Das bringt so manche Radlerin an ihre Grenzen, aber gemeinsam wird jede Anstrengung gemeistert. Besonders eine sportliche Mitreisende ohne Motorunterstützung hat uns alle stark beeindruckt. In Hützel erwartet uns ein Schwarzerlenurwald. Hier  im  Söhlbruch, sie entspringt die Wittenbeke, die wiederum fließt in die Luhe, die in die Ilmenau und die wiederum in die Elbe. Das nächste Ziel ist Bispingen und damit der 10'Längengrad-Stein und die Ole Kerk (Feldsteinkirche) von 1353. Besonders gefallen haben mir die schönen Bleiglasfenster in den Heidefarben und die Lutherfigur aus einer Eiche geschnitzt. Auf dem Rückweg nach Behringen begegnet uns „Das verrückte Haus“. Ein kleiner Teil der Gruppe entschließt sich zu diesem Abenteuer im auf den Kopf gestellten Haus. Wir sind 39 km gefahren.

Zum Abendbuffet gibt es heute Matjesvariationen, wieder mit Begeisterung angeboten, wir genießen das leckere Essen und lassen den milden Abend auf der Terrasse ausklingen. Den Himmel erhellen die ersten Blitze und ein Grollen ist im Hintergrund auch zu hören.

 

3. Tag: Heute wollen wir die Gegend um Schneverdingen erkunden. Die Strecke führt uns über den Heber-Hof Möhr der Alfred-Toepfer-Akademie für Naturschutz an einem Buchweizenfeld vorbei ins Pietzmoor. Seit dem 16.Jahrhundert wurde das Pietzmoor zur Brenntorfgewinnung genutzt und wurde in großen Teilen trocken gelegt. Nachdem der Verein Naturschutzpark das Gelände aufgekauft hatte, begann die Renaturierung. Heute kann man das Hochmoor mit faszinierender Flora und Fauna auf einem Holzbohlenweg durchwandern. Wir haben Glück und treffen eine Schäferin mit ihren Heidschnucken. Unser nächstes Ziel ist die Eine-Welt-Kirche in Schneverdingen. Sie ist ein Projekt der Expo 2000 und in Holzbauweise errichtet, außen Eiche, innen Kiefer und ganz viel Glas. Der Eine-Erde-Altar ist ganz besonders beeindruckend. Fast 6000 Bodenproben aus der ganzen Welt sind dort versammelt und es kommen immer mehr dazu. Wir haben sogar zwei Proben der Insel Fehmarn gefunden. Die Orgel aus Holz hat keine Pfeifen, alle Pfeifentöne wurden digital abgespeichert und können über Lautsprecher abgespielt werden. Das probieren einige LandFrauen gleich einmal aus. Leider regnet es, als wir die Kirche verlassen. Also Regenzeug an und schnell zum Heidegarten im Höpen, denn dort wartet der Bus auf uns. Die Fahrräder werden verladen und wir können uns im Regen die 180 verschiedenen Sorten Heidepflanzen ansehen. Vom Aussichtsturm hat man einen guten Überblick über das Heidepflanzenrondell und den kleinen Bachlauf. Der Bus bringt uns in die Stadt, damit wir uns die Heidekönigin und den Rathausbrunnen aus Bronze ansehen können. In der Pause treffen sich viele von uns in einem Café. Die beiden letzten Programmpunkte, die größte Sandmagerrasenfläche Niedersachsens im Camp Reinsehlen und die Walderlebnisstätte Ehrhorn fahren wir mit dem Bus an, da der Regen nicht aufhören will. Das Formicarium vermittelt sehr anschaulich die Biologie der roten Waldameise und ihre Bedeutung für den Wald. Im 350 Jahre alten Heidebauernhaus der Niedersächsischen Landesforsten haben wir einen Einblick in die vielfältigsten Lebensräume des Ökosystems Wald. Zurück im Hotel ist noch Zeit für eine gemütliche Pause, bevor uns unsere Gastgeber ein leckeres Schnitzelbuffet präsentieren. Nach dem Essen hat Dagmar ein Fehmarnquiz vorbereitet. Die Fragen sind von 1994 von einem Dorffest. Wir haben viel Spaß bei der Suche nach den Antworten.

 

4. Tag: Da es auch heute nachmittag wieder regnen soll und wir nach Lüneburg ca 45km bewältigen wollten, geht es am letzten Tag schon um 9 Uhr los. Pünktlich starten wir in Behringen, während Herr Wolgast unsere Koffer verlädt, gegen Mittag werden wir ihn in den Salzwiesen in Lüneburg wieder treffen. Auf dem Weg nach Amelinghausen entdecken wir den Schwindebach. Die Quelle ist die zweitgrößte Quelle Niedersachsens. 60 Liter kristallklares Wasser sprudelt pro Sekunde mit einer Temperatur von 9´C aus dem sandigen Untergrund. Besonders reizvoll sind die schillernden Farben und die Lage unter lichtem Baumbestand. Zügig geht es weiter nach Amelinghausen und von dort nach Lüneburg. Wir verabschiedeten uns von unserem Guide Herrn Hoyer mit  Spezialitäten von unserer Insel und genießen mit ihm noch einen Heidegeist. Ab jetzt ist es jeder selbst überlassen, ob sie shoppen will, oder sich die Sehenswürdigkeiten wie den Wasserturm, den alten Hafen mit Kran, den Stintmarkt, St.Johannis und St.Nicolai, das Rathaus mit Glockenspiel und die alte Ratsapotheke ansehen will, aber allein schon das Bummeln durch die Gassen der Lüneburger Altstadt ist sehr beeindruckend. Als Hansestadt hat Lüneburg immer wieder Ähnlichkeit mit Lübeck. Nach gut zwei Stunden machen wir uns auf den Heimweg. Gemeinsam stießen wir mit einem Glas Sekt auf die schöne Reise an. An die beiden Begleiterinnen werden liebevoll ausgesuchte Geschenke verteilt und auch unser Busfahrer erhält ein Dankeschön. Nach kurzem Halt in Oldenburg und Heiligenhafen erreichen wir wohlbehalten unsere Insel.

 

Ellen Koch-Bumann

 


Führung durch die Ausstellung der Künstlerin Katharina Duwe „Off Space“ mit der angehenden Kunsthistorikerin Hannah Mester
Frau Mester führte uns behutsam in die Malerei von Frau Katharina Duwe ein. Diese war für sie keine Unbekannte, da Frau Mester sich auch schon mit den Werken von Harald Duwe, dem Vater von Katharina, auseinandergesetzt hatte.
Die Gemälde im Senator Thomsen Haus wirken wie Bildausschnitte einer Stadtkulisse. Das ist auch so gewollt. Der Betrachter kann so erkennen, „Off Space“ deutet es an, dass in den Arbeiten Katharina Duwes das Gemälde nicht mit der Leinwand endet, sondern der dargestellte Raum über jenen hinaus gedacht werden kann in eigenen Interpretationen.
Als Malerin untersucht die Künstlerin seit einigen Jahren den Stadtraum. Die Bilder sind gefüllt mit Gebäuden, Fensterfassaden und natürlichen Elementen. So hinterfragt sie die Veränderung des urbanen Raumes, erläuterte Frau Mester.
Inspiriert wurde die Malerin zu diesen Werken durch ihre Reise nach New York. Die Energie dieser verdichteten Stadt mit ihrer kulturellen und internationalen Vielfalt wurde von ihr wahrgenommen als das genaue Gegenteil von dem geordneten, gegenüber New York sogar als provinziell empfundenen Hamburg. Der Stadt in der sie lebt und arbeitet. Mit dieser Flut von Eindrücken, die verarbeitet werden wollten, fand Frau Duwe einen Weg ihre Eindrücke in Bilder umzusetzen.
Dafür arbeitet die vielseitige Künstlerin mit unterschiedlichsten Maltechniken aus der Gegenwart sowie aus der Vergangenheit, wie z. Bsp. Eitempera. Auffallend ist ihr Spiel mit der Farbe. Ihre ausgestellten Arbeiten fragen immer nach dem Gleichgewicht zwischen Stadtraum und Natur.
Neben ihrer Auseinandersetzung mit dem Stadtraum untersucht sie in ihren Landschaftsbildern die Natur und ihre Bedeutung für den Menschen. Der Mensch ist in ihren Arbeiten nur scheinbar abwesend.
Unsere Führung mit Frau Hannah Mester war noch nicht beendet. Es ging in der St. Nikolai Kirche weiter.  Dort trafen wir auf großformatige Naturlandschaften. Hinaus an den Teich, den Fluß, in den Schnee....
Die Auseinandersetzung Katarina Duwes mit dem Stadt- und Naturraum zeigt an, wie wichtig heute naturnahe urbane und klimaadaptive Lebensräume sind.
Vielen Dank an Hanna Mester, die uns die Werke von Katharina Duwe auf diese Weise näher gebracht hat.
Abschließend ließen noch einige Teilnehmerinnen sich ein Eis oder auch einen Kaffee in der naheliegenden Eisdiele bei anregenden Gesprächen schmecken.
Maria Meyer


 Tagesausflug zur NordArt in Büdelsdorf

 

Am Donnerstag, dem 23.Juni 2022 trafen sich 42 gut gelaunte LandFrauen und ein Herr um 7:45 Uhr auf dem  Parkplatz am Niendorfer Weg. Endlich konnte der schon drei Jahre geplante Ausflug zur NordArt starten. Eine kleine Frühstückspause vor Kiel war eine willkommene Unterbrechung unserer Reise nach Rendsburg. Hier konnten wir auch ein kleines Ständchen für unser Geburtstagskind anstimmen und gemeinsam anstossen.

 

Kurz vor 11 Uhr erreichten wir Büdelsdorf und die NordArt bei hochsommerlichen Temperaturen.

 

Wir hatten drei Führungen gebucht, aber leider erschienen nur zwei Führer. Kurzentschlossen teilten sich die Damen in zwei Gruppen auf und wir starteten den Rundgang durch die Ausstellung.

Als die Eisengießerei Ende der 90er Jahre stillgelegt wurde, verlangten die 22 000 qm großen Hallen und das 80 000 qm große Parkgelände geradezu danach, ihre Geschichte weiterzuerzählen.

 

Heute kommen mehr als 100 000 Besucher, um vor der imposanten Kulisse auf eine Weltreise durch die Kunst zu gehen. Die Carlshütte, in der über viele Jahrzehnte hinweg Eisen geschmolzen wurde, ist jetzt ein Schmelztiegel ganz anderer Art. Hier zeigen zwischen Juni und Oktober in jährlich wechselnden Ausstellungen mehr als 200 renommierte Künstler aus aller Welt und auch Newcomer ihre Bilder und Skulpturen, Fotographien und Installationen. Um die Einblicke zu vertiefen, widmet die NordArt jedes Jahr einem anderen Land einen eigenen Pavillon und realisiert Sonderprojekte. In diesem Jahr gibt es einen polnischen Pavillon und die Sonderprojekte sind aus China und der Mongolei.

 

Unserer Gruppe bot sich eine überwältigende Menge an Eindrücken, aber die Führer wählten geschickt Kunstwerke aus und brachten uns damit den Hauptgedanken des Chefkurators Wolfgang Gramm näher: “Die Kunstwerke verbinden sich zu einer großen Erzählung vom Menschsein. Wenn wir das Bewusstsein dafür wecken können, dass unsterbliche Themen und Gedanken uns alle verbinden, wäre das ein kleiner Beitrag zur Völkerverständigung.“

 

Nach 90 Minuten verabschiedeten wir uns von den engagierten Führen und begaben uns durch den Park zur Thormannhalle, wo unter Sonnenschirmen unser Imbiss auf uns wartete. Erholt und gestärkt war dann noch Zeit, den Skulpturenpark auf eigene Faust zu erkunden. Um 14.30 Uhr sammelte unser Busfahrer Herr Bruhn von der Firma Möller uns wieder ein. Für viele Teilnehmerinnen stand fest: dieser Ausstellung wird man mit einem Besuch noch nicht gerecht, wir müssen wiederkommen.

 

Zu unserer aller Freude hatte Herr Bruhn in Erfahrung gebracht, dass die Schwebefähre über den Nord-Ostsee-Kanal in Betrieb ist. Voller Vorfreude machten wir uns auf den Weg.

 

Die Schwebefähre war seit 1913 unter der Rendsburger-Eisenbahn-Hochbrücke in Betrieb. Sie beförderte ca 350 Autos und 1700 Fußgänger und Fahrradfahrer täglich. Am 08.Januar 2016 wurde sie durch eine Kollision mit einem Seeschiff schwer beschädigt. Nach knapp dreijähriger Bauzeit konnte die neue Schwebefähre am 04.März 2022 wieder in Betrieb genommen werden. Sie ist weltweit eines der letzten acht, von ursprünglich zwanzig, noch erhaltenen Bauwerken dieser Art.

 

Wir haben die kurzweilige Fahrt hin und zurück bei erfrischender Brise und regem Schiffsverkehr sehr genossen.

 

Weiter ging es zum Antikhof Bissee am Bothkamper See. Hier empfing man uns mit einer Tasse Kaffee und einem Stück Rhabarberkuchen. Danach war noch Zeit im ehemaligen Pferdestall die restaurierten Antiquitäten und Möbel in skandinavischen Stil zu bewundern oder im Gartenhaus zwischen Pflanzen und Gartendekorationen zu stöbern. Das ein oder andere „Schätzchen“ wurde vor Abfahrt im Bus verstaut. 

 

Um 17:30 Uhr machten wir uns ein wenig erschöpft von Wärme und den viele Eindrücken, aber glücklich auf den Rückweg. Herr Bruhn liefert uns sicher und pünktlich wieder auf der Insel ab. Wie schön, dass wir wieder einmal unterwegs sein konnten!

 

Ellen Koch-Bumann


Radtour zur SoLaWi am 16.06.2022

 

Bei schönstem Wetter und Sonnenschein sind wir mit 22 Teilnehmerinnen die Strecke von Burg nach Gahlendorf geradelt. Auf dem Feld der Solidarischen Landwirtschaft e.V., kurz SoLaWi, sind wir von der Gründerin Inga Schürmann in Empfang genommen worden und nach einer kurzen Verschnaufpause folgte eine sehr interessante und informative, knapp 1,5-stündige Führung mit Rundgang auf dem Acker.

Zunächst wurde die Idee, die hinter der Solidarischen Landwirtschaft steckt erklärt.

Eine Gemeinschaft von derzeit 90 Personen zahlen einen monatlichen Beitrag und bekommen dafür jede Woche einen Anteil an der Ernte. Das Ernterisiko, zum Beispiel Ausfall durch Schädlingsbefall oder sehr viel Ertrag einzelner bestimmter Gemüse, werden von der gesamten Gemeinschaft und nicht nur von dem Gärtner selbst getragen. Welches Gemüse angebaut wird, richtet sich vor allem nach den Wünschen der Mitglieder. Grundsätzlich wird aber versucht, das Angebot sehr breit zu fächern. Stielmus, Auberginen, Tomaten, Paprika, unterschiedliche Kürbissearten, Kräuter, Erdbeeren, Kartoffeln sind nur eine kleine Auswahl.

Die 3 ha große Fläche wird von derzeit 3 Haupt-Gärtnern bearbeitet. Der Arbeitszeit und Arbeitskräftebedarf ist allerdings deutlich höher. Gerade zu den Hauptanpflanz- und Erntezeiten ist Frau Schürmann mit ihrem Team für jede Mithilfe dankbar. Zurzeit wird beinahe alles mit der Hand und noch ohne Maschinen bearbeitet! Einige Maschinen sind bei Förderprojekten beantragt, die den Alltag auf dem Acker erleichtern sollen. Die Maschinen der benachbarten Landwirte sind meisten zu groß für die angelegten Beete und Wegungen. Jede Mithilfe der Mitglieder ist gewollt und gewünscht, aber kein Muss. Man darf sich sehr gerne mit den Fähigkeiten und Fertigkeiten einbringen, an denen man selbst Freude hat. Auch wenn einem das Pflanzen oder Jäten selbst nicht liegt, muss immer etwas gebaut, Zäune aufgestellt oder repariert werden. So ist das Ausgabehäuschen mit Dach und Treppe versehen worden und ein Plumpsklo wurde errichtet. Es gibt regelmäßig Aktionstage an den gerne alle, auch Familien mit Kindern, mithelfen dürfen, zum Beispiel beim Kartoffel setzten oder bei deren Ernte. „Das ist immer ein sehr schönes Miteinander, bei dem ein reger Austausch der unterschiedlichen Generationen stattfindet“, so die Referentin.

Trotz der offensichtlich vielen Arbeit stellte Inga Schürmann nochmal klar, wie sehr sie für die Solidarische Landwirtschaft und die Idee dahinter brennt und hofft, dass es weiterhin so gut angenommen wird, wie bisher.

Der Nachmittag endete mit einem gemütlich bei Kaffee und Kuchen im Hofcafé in Klausdorf.

Wiebke Philipp-Mau


 Vortrag zum Thema Nachhaltigkeit am 19.05.2022

 

Am 19.05. trafen sich 20 LandFrauen im Gasthof Meetz zu einem kleinen Abendimbiss um anschließend einen Vortrag der Bildungsreferentin des Landesverbandes zu hören.

 

Die erste Frage, die Maren Sievering stellte: Was ist eigentlich nachhaltig? Alles, was dauerhaft, langfristig, zukunftsbeständig und ressourcenschonend ist.

Wir Menschen hinterlassen auf der Erde Spuren. Das ist die Grundidee hinter der Metapher vom ökologischen Fußabdruck. Wer viel Wasser, Nahrung, Sauerstoff und andere Rohstoffe der Erde verbraucht, wer große Mengen CO2 und Müll produziert, hinterlässt auf dem Planeten einen größeren Abdruck als jemand, der weniger davon konsumiert. In Deutschland haben wir 2022 bereits am 05.Mai unsere zur Verfügung stehenden Reserven aufgebraucht und dieses Datum schiebt sich jedes Jahr nach vorn.

 

Ein ganz besonderer Teufelskreis begegnet uns mit Microplastik. Primäre Microplastik finden wir in Kosmetika. Da können wir als Verbraucher entscheiden, Kosmetika ohne Microplastik zu kaufen. Sekundäres Microplastik entsteht durch Reifenabrieb, in der Müllverbrennung, Plastikmüll im Meer und durch Microfaser in der Wäsche. Die kleinen Partikel reichern sich im Wasser an und kommen über Nahrungsmittel in unseren Körper. Wo können wir auf Plastik verzichten?

 

Waren unverpackt zu kaufen.

Lebensmittelnetze für Obst und Gemüse nutzen.

Keine Einmalkaffeebecher sondern Pfandbecher nutzen.

Alu und Plastik in der Gelben Tonne trennen, damit getrennt recycelt werden kann.

Getränke und andere Lebensmittel in Glasflaschen kaufen.

Seife, Shampoo und Duschgel als Seifenstück kaufen, oder selbst herstellen.

Weitere Tipps für den Einkauf: regionale und saisonale Lebensmittel bevorzugen, um aufwendige Transporte zu vermeiden. Die Mengen aufmerksam planen, damit keine Lebensmittel im Müll landen. 11 Mio Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland im Jahr in der Mülltonne.

Durch Nutzung des Nahverkehrs, Fahrradfahren und Fahrgemeinschaften kann Mobilität nachhaltiger gestaltet werden.

 

Bei nachhaltiger Kleidung gilt Qualität nach Ökostandard vor Quantität. Einkauf auf Flohmärkten und in Second-Hand-Läden ist nicht für jeden eine Alternative. Für die Wäsche von Microfaser- Kleidung gibt es spezielle Waschsäcke (Guppyfriend, Washing Bag), die Microplastik herausfiltern.

Beim waschen ist es auch ratsam, wassersparende Eco-Programme zu wählen und eventuell die Temperatur zu senken.

 

Energie kann im Haushalt durch Nutzung von LED-Leuchtmitteln, niedrigerer Raumtemperatur, sorgsamen Umgang mit Trinkwasser, besonders Heißwasser und beim Kochen und Backen eingespart werden.

Ein besonderer Tipp war der Hinweis auf www.utopia.de, eine deutschsprachige Online-Plattform zum Thema Nachhaltigkeit. Hier finden wir viele nachhaltige Ideen zu Themen wie Ernährung, Gesundheit und Mobilität. Eine wahre Fundgrube!

 Der Blog www.go-healthy.de soll als Inspiration und Motivation für weltoffene Menschen mit Sinn für einen fairen, gesunden und nachhaltigen Lebensstil stehen.

 

Trotz aller Enttäuschung, dass es in unserer Welt durch Klimakrise, Coronapandemie und Ukrainekrieg gerade wieder rückwärts geht, sollten wir nicht aufhalten, uns jeden Tag zu fragen, wie wir nachhaltiger leben können. Wenn jeder einen kleinen Beitrag leistet, können gemeinsam für zukünftige Generationen Lebensbedingungen verbessert werden.

 

Es lohnt sich, dranzubleiben, da waren sich alle Anwesenden am Ende einig, als in lebhaftem Austausch noch weitere Ideen ausgetauscht wurden.

Ellen Koch-Bumann

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Feuerlöscher- Training

 

Die Landfrauen der Insel Fehmarn veranstalteten am 10. Mai um 17.00 Uhr, in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Bisdorf-Hinrichsdorf und der Firma Hörnke Brandschutz ein Feuerlöscher Training am Feuerwehrhaus in Bisdorf.

 

Organisatorin Gabriele Scheef konnte 11 interessierte Frauen begrüßen und stimmte die Teilnehmerinnen auf die bevorstehende Ausbildung ein, die unter dem Motto stand „Was tun wenn es mal brennt?“

 

Erstmal die Notrufnummer 112 wählen und die Feuerwehr rufen und sich dann in Sicherheit bringen ist dann das Gebot der Stunde, darüber waren sich alle Teilnehmerinnen einig.

 

Oftmals kann ein Entstehungsbrand noch mit einem Feuerlöscher bekämpft oder bis zum Eintreffen der Feuerwehr zumindest klein gehalten werden, aber welcher Löscher eignet sich und wie funktioniert so ein Feuerlöscher richtig?

 

Diese Fragen wurden von den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bisdorf-Hinrichsdorf und von Marko Hörnke, Inhaber der Firma Hörnke Brandschutz aus Burg, beantwortet. Es wurden die unterschiedlichen Feuerlöscher wie Pulverlöscher, CO-Löscher, Schaum-Löscher und Löschdecken gezeigt, sowie der Aufbau und die Funktionsweise der einzelnen Handfeuerlöscher erklärt. Weiter erfuhren die Teilnehmerinnen, dass es für alle Brandklassen eigene Feuerlöscher gibt, die für den jeweiligen Brand eingesetzt werden kann.

 

Nach der Theorie folgte die Praxis, so durften alle Teilnehmerinnen die unterschiedlichen tragbaren Kleinlöschgeräte ausprobieren und das gasbetriebene Feuer der Übungsanlage löschen.

 

Nach der praktischen Ausbildung wurde gezeigt was passiert wenn eine Sprühdose zu viel Hitze abbekommt und welche verheerenden Folgen es haben kann wenn ein Fettbrand mit Wasser gelöscht wird. Die Stichflamme der Fettexplosion war eindrucksvoll.

 

Brennendes Fett darf auf keinen Fall mit Wasser gelöscht werden, die beste Löschmethode ist einfach den passenden Deckel auf den Topf legen und die Pfanne oder den Topf von der Wärmequelle nehmen. Führt man Wasser hinzu kommt es zu einer schlagartigen Brandausbreitung, der sogenannten Fettexplosion, die zu einer rasanten Brandausbreitung und schwersten Verbrennungen führen kann.

 

Abschließend durften die Teilnehmerinnen einen brennenden Übungs-Dummy mit einer Löschdecke löschen, es kann leicht passieren, dass Kleidung oder Haare mit einer brennenden Kerze in Berührung kommen und Kleidung in Brand gerät. In so einer Situation sollte das Feuer schnellstmöglich erstickt werden, hierfür eignen sich Löschdecken besonders. Sollte keine Löschdecke zur Verfügung stehen können natürlich auch andere Decken, Jacken und Stoffe oder alle handelsüblichen Löschmittel verwendet werden.

 

Die Ausbildung endete nach etwas mehr als zwei Stunden Gabriele Scheef bedankte sich bei den Damen für die Teilnahme sowie bei der Feuerwehr Bisdorf-Hinrichsdorf und bei Marko Hörnke für die Durchführung der Veranstaltung. Im Namen der Landfrauen wurde abschließend ein kleines Präsent an die Ausbilder übergeben.

Gabriele Scheef


LandFrauenVereinFehmarn
LandFrauenVereinFehmarn

 Geschichte der "Inselhauptstadt"

 

Am Donnerstag den 05. Mai machten sich

25 Landfrauen auf den Weg mit der Kunsthistorikerin Dr. Andrea Susanne Opielka um etwas über die Geschichte der Entstehung der Insel und seiner „Hauptstadt“ zu erfahren.

Start war an der Nikolai Kirche. Frau Opielka ließ die Vergangenheit lebendig werden.

Sie sprach über die dänische Zeit, die Christianisierung vom Norden aus, die Erbauung und stetigen Erweiterungen der aus dem 13. Jahrhundert stammenden St. Nikolaikirche bis zu ihrem heutigen Aussehen.

 

Viele interessante Daten und Fakten erfuhren wir beim anschließenden Rundgang durch die historische Altstadt mit seinen markanten Gebäuden, z.Bsp. dem Heimathaus mit angrenzendem Pastoren-Witwen-Haus von 1581, dem Senator-Thomsen-Haus, Landhaus Kröger, dem Kopfsteingepflasterten Marktplatz mit seinem Rathaus und dessen Entstehung.

 

 Über, auch durch Brandkatastrophen verursachten, Veränderungen in den vielen Jahrhunderten.

 Heute kann man es sich gar nicht mehr vorstellen, dass zu früheren Zeiten einmal die Misthaufen vor den Haustüren zur Straße hin aufgeschichtet waren und auf dem Marktplatz der Schandpfahl aufgerichtet stand. Die heutigen Straßen „Am Markt“ und die „Breite Straße“ waren der Wohnraum für die betuchtere Gesellschaft. Gleich dahinter in der „Ohrtstraße“ wohnte die ärmere Bevölkerung.

Unser Rundgang endete für unsere Gruppe am ehemaligen Hafen der Stadt, etwa dort, wo sich heute die Turnhalle der Grundschule befindet.

 

 Stundenlang hätten wir noch den Erzählungen von Frau Opielka zuhören können so bildhaft erklärte sie die Geschichte gespickt mit Daten, Fakten und Namen der jeweiligen Persönlichkeiten zu ihren Lebzeiten.

 

 Der 90 Minuten Rundgang endete in geselliger Runde bei Kaffee und Kuchen im Café Traube.

Maria Meyer

 

 

 


 Dorfspaziergang in Staberdorf

 

Bei herrlichstem Sonnenschein am 28. April 2022 konnten wir fast 60 Teilnehmerinnen auf dem Bauernhof Kühl begrüßen. Jürgen Kühl, der in Staberdorf (geb. 1939) aufgewachsen ist, konnte von vielen Erlebnissen amüsant erzählen. Nun sagen uns die Begriffe „Herr von Staberdorf,  „Lehrer Schreck“ und „Bürgermeister Büchler“ etwas und wir bringen es mit anschaulichen Geschichten in Verbindung. Die älteste Staberdorferin wohnt in der ehemaligen Meierei und späteren Schmiede des Dorfes, welches durch seine Fassade, Farbe und Architektur das markanteste Gebäude des Ortes ist. Erhalten ist der Gedenkplatz für die Kriegsopfer des 1. und 2. Weltkrieges mit den Namen der gefallenen Staberdorfer Jungen und Männer.

 

Zu erkennen ist noch der rekonstruierte mittelalterliche Thingplatz mit der Linde, die schon von einem Baumchirurgen erfolgreich behandelt wurde. In der Mitte des alten Dorfkerns befindet sich der große Teich. Früher wurden im Winter Eisblöcke herausgeschnitten, die zur Kühlung der Milchprodukte im Sommer im Eiskeller der Meierei gelagert wurden. Über den großen Dorfteich ist eine Stromleitung gespannt, ein Ruheplatz der Schwalben im Sommer und im Winter Lichtquelle für die Schlittschuhläufer (wenn es denn Eiswinter gibt).

 

Das Dorfschulgebäude von 1876 (und als Schule bis 1970 genutzt) ist noch heute im ursprünglichen Baustil erkennbar und dient mittlerweile der Ferienvermietung.

 

Der Straßenbau von Burg nach Staberdorf begann 1952. Die Steine dafür lieferten die typischen alten Steinwälle des Dorfes. So kann man noch am Ortseingang auf der rechten Seite das Fundament des mechanischen Steinbrechers erkennen.

 

Nachdem sich alle Einwohner:innen des Dorfes 1958 gegen eine zentrale Wasserleitung gewehrt hatten, änderten sie nach dem extrem trockenen Sommer 1959 zügig ihre Meinung. Der Anschluss an die zentrale Wasserleitung vom Festland erfolgte erst 1966.

 

Unseren Rundgang beendeten wir mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken in Jürgen Kühls imposanter Scheune, die in den dreißiger Jahren zeitgenössisch groß gebaut wurde.

Doris Weiland

 


 Trommelworkshop mit Moussa Samba

 

Am 19.03.2022 war es endlich soweit: der Trommelworkshop im Dörfer Gemeinschaftshaus in Bannesdorf unter der Leitung von Moussa Samba, seiner Frau Birgit und seinem Sohn Fallou konnte starten. Es kamen fast 25 begeisterte Trommler:innen. Nach einer kurzen Begrüßung ging es auch schon los. Moussa gab den Rhythmus vor, und wir alle trommelten mir unseren Händen im Takt die Melodie mit. So entstand doch nach kurzer Zeit ein dynamisches und gut klingendes Miteinander. Alle hatten großen Spaß und so wurden noch diverse verschiedene Rhythmen ausprobiert. Für unsere Hände eine ungewohnte Tätigkeit, wurden sie doch mal so richtig gut durchblutet. Aber es hat sich gelohnt. Im Anschluss gab es noch ein Foto und Infoteil über die Projekte die Moussa und seine Familie im Senegal begleiten, wie z.Bsp. eine Schule in Thies, ein Albino Zentrum, eine Handicap Basketball Mannschaft, mehrere Krankenhausprojekte, Koranschulen, Grundschulen und Kindergärten. Für die Schule in Thies wurde an diesem Nachmittag durch die Teilnehmer:innen fleißig gespendet. Abgerundet wurde dieser tolle Nachmittag mit einem von Moussa und seiner Familie lecker gekochtem afrikanischem Essen.

Daniela Kleingarn

 


Jahreshauptversammlung

 

50 Mitglieder und Gäste kamen zur Jahreshauptversammlung 2022 in den Gasthof Meetz nach Bannesdorf.

 

Maria Meyer begrüßte alle herzlich. Unser Chor unter der Leitung von Ludmilla Gorbulin konnte leider nicht auftreten, da das Üben vorher nicht möglich war. Im Grußwort erwähnte Gunnar Müller vom Bauernverband die veränderten  Umstände der Landwirtschaft in Zeiten des Ukraine Krieges, der uns alle bedrückt. Wiebke Weilandt vom Kreisverband OH bat um Bewerberinnen für den Kreisvorstand, der auf wackeligen Füssen steht, da Jutta Fahr als Vorsitzende nicht wieder gewählt werden möchte und eine Nachfolge nicht in Sicht ist. Zwei Jahre wurden  im Kassenbericht und beim Jahresrückblick berücksichtigt. Ebenso bei den Wahlen; im Vorstand gab es nun einen großen Wechsel und der Vorstand verjüngte sich stark. Herzlich und dankbar verabschiedet wurden Helga Wohler, Annette Köhlbrandt, Ellen Koch-Bumann  und Doris Weiland. Neu ins  engere Team wurden Stefanie Voß-Hagen und Uta Marquardt gewählt. Neue Beisitzerinnen sind jetzt Wiebke Phillip-Mau, Susanne Specht und Yvonne Hopp. Ellen wurde mit der silbernen Biene mit SH Farben für langjährige Vorstandsarbeit geehrt. Nach den Regularien berichtet  Frau Steffi Breuer von den vielfältigen Fördermöglichkeiten für die Kommune, Betriebe oder Privatpersonen. Grob zusammengefasst: Wer Ideen mit Nachhaltigkeitsaspekten verwirklichen möchte, findet bestimmt einen Weg zu einer Förderung. Frau Breuer unterstützt gerne dabei. Dörte Witt fand passende Abschiedsworte zwischen Hoffen und Bangen für die unsichere Zukunft.

Doris Weiland

 


Weihnachtsfeier 2021

 

Weihnachten ist, wenn die Sehnsucht in uns wächst, anderen eine Freude zu machen.“

 

„Corona“ hat zum zweiten Mal die beliebte Weihnachtsfeier als Indoor-Veranstaltung verhindert. Das Risiko einer Ansteckung war uns als Verantwortliche zu groß. Die Alternative war ein Gartenfest bei Marit Kruse in Burg. Mit so wenig Aufwand wie möglich sollte es geplant werden. Jedes Vorstandsmitglied bringt schöne Dekorationen und etwas Süßes oder Salziges zu essen mit. Musik und Geschichten wären schön. Einziger Unsicherheitsfaktor war das Wetter. Und dann war der 16. Dezember da.

Sonnig und windstill, ein Volltreffer im nassen Dezember 2021. Im Handumdrehen war der Garten in Weiß und Gold mit Solarballons, Kerzen und Lichterketten dekoriert. Der Glühwein war heiß und die Stehtische mit Leckereien gedeckt. Wir hätten 100 Landfrauen versorgen können, insgesamt waren wir ungefähr 30 Frauen im Alter von 18 bis 88 Jahren. Die Freude auf dieses Zusammenkommen war bei allen groß und es war eine fröhliche Stimmung, die noch durch das elektronische Akkordeonspiel von Herrn Kretschmer untermalt wurde. Einige Beine wippten schwungvoll mit. Die Lieder „Fröhliche Weihnacht überall“ und „Oh du fröhliche“ zum Mitsingen ließen Adventsstimmung aufkommen. Frau Ryka Krüger, eine Märchenerzählerin, brachte drei Geschichten mit und diese erzählte sie mit viel Freude und reich an Mimik und Gestik. Alle hörten gebannt zu. Langsam stieg der fast volle Mond zwischen den Bäumen am Himmel empor und der Garten erstrahlte durch die stimmungsvollen Lichter. Warm angezogen wurde uns nicht kalt. Es war einfach nur schön und wir sind froh, unseren Mitgliedern die Möglichkeit gegeben zu haben, dabei gewesen sein zu können.

Doris Weiland


Marit Kruse
Marit Kruse

Boßeln in Wenkendorf

 

Am 27.11.2021 trafen sich acht boßelfreudige Damen in Wenkendorf.

Auch wie beim letzten Mal strotzten wir wieder dem Wetter. Mit regenfester Kleidung und einem gut gefüllten Bollerwagen starteten wir zu unserer Boßeltour in Richtung Altenteil.

Aufgeteilt in zwei Gruppen boßelten wir die ca.3km lange Strecke.

Zwischendurch machten wir kurze Pausen um uns zu stärken.

Am Ende kamen wir leicht durchnässt, aber dennoch fröhlich in Wenkendorf an.

Den Nachmittag ließen wir bei Kaffee und leckeren Kuchen bei Uta Marquardt ausklingen.

Auch noch herzlichen Glückwunsch an die Siegermannschaft von Daniela, Anna, Uta und Hilke.


Fotos: Daniela Kleingarn
Fotos: Daniela Kleingarn

 Weihnachtliches Filzen mit Miriam Lange

 

 Am Freitag, den 12.11.2021 trafen sich neun Landfrauen im Physikraum der alten Petersdorfer Schule. Mit der freischaffenden Künstlerin Miriam Lange aus Petersdorf wollten wir Teelichthalter aus Schafswolle filzen. Zu zweit wurde sich ein Tisch geteilt, auf dem jeweils ein Eimer mit heißem Wasser, ein Stück Kernseife und zwei kleine gelbe Behältnisse aus den Ü-Eiern die mit Körner gefüllt waren, lagen. Damit sollten wir erstmal üben um ein Gefühl für das Filzen zu bekommen. Wir suchten uns bis zu drei Farben Wolle aus und legten diese in dünnen Lagen um das kleine gelbe Ei herum. Nun wurde es nass gemacht und mit der Kernseife eingeseift. Dann sollten wir vorsichtig die Schafswolle anfilzen, in dem wir sie mit unseren Handinnenflächen glattgestrichen haben. Wichtig ist hierbei, dass es immer nass und seifig ist. Nach und nach wurde es ein Ball und dieser immer fester. Somit konnten wir jetzt „walken“, d.h. den Ball fester drücken bis er sich gut anfühlte und eine sogenannte „Cellulite“ Haut bekam. Nun war er fertig. Der Ball muss zu Hause einmal ausgespült werden und ca. 30 Minuten in Essigwasser gelegt werden, damit die Farbe nicht verblasst. Fertig war ein Spielzeug für Hund oder Katze!

 

Nun kamen wir zum eigentlichen Produkt: dem Teelicht. Auch hier wurden sich erst die Farben ausgesucht. Dann legten wir die Wolle, wie vorher auch, dünn in mehreren Schichten um einen Ball. Nachdem erst angeflitzt und anschließend ordentlich gewalkt wurde und die Wolle fest war, wurde die Ummantelung aus Schafswolle vorsichtig an einer Stelle ganz leicht aufgeschnitten, sowie noch ein paar kleine Einschnitte gemacht aus denen die Zacken entstehen sollten. Der Ball wurde behutsam herausgelöst. Jetzt ging die Arbeit los, bei der Kraft in den Händen gefragt war. Es wurde fleißig gefilzt und gewalkt, bis jeder mit seinem Teelicht zufrieden war und die Zacken alle schön ausgearbeitet waren. Das dauerte einige Zeit. Zur kleinen Stärkung zwischendurch gab es Tee, Saft, Wasser und Kekse. Als wir fertig waren, hat sich jeder über sein selbstgemachtes Werk gefreut.

 

 Wir schön, es jetzt in der dunklen Jahreszeit im Kerzenschein bewundern zu können!

Daniela Kleingarn

 


Stefanie Voß-Hagen
Stefanie Voß-Hagen

 Film- und Fotoreportage Gunnar Green

 

Am 28.Oktober 2021 trafen sich um 18:30 Uhr 28 LandFrauen und zwei Gäste im Gasthof Bannesdorf, um einen Bild- und Videovortrag von Gunnar Green über seine Familienreise mit Hund durch die Nationalparks Polens zu hören und zu sehen.

 

Zu Beginn wurde festgestellt, dass 100% der Teilnehmer*innen geimpft waren und dann wurde gemeinsam gespeist. Veronika Metz servierte Geflügelsalat mit Salat und Baguette. Gestärkt konnte der Vortrag beginnen.

 

Gunnar Green aus Sollerup bei Schleswig ist den fehmarnschen LandFrauen schon von einem Norwegenvortrag bekannt. Er ist sehr abenteuerlustig und schon seit vielen Jahren mit Rucksack in der Welt und ganz besonders gern in Asien unterwegs. Dort traf er auch seine Frau und da sie und die Tochter seine Reiselust teilen, ist die Familie so oft es geht mit Landrover, Anhänger, und Dachzelt unterwegs. Der Hund ist weiterhin Teil der Reisegemeinschaft.

 

Der Vortrag begann mit den Vorbereitungen dieser außergewöhnlichen Reise und dann kamen die ersten fantastischen Landschaftsaufnahmen aus Polen: gewaltige Wanderdünen in Leba, die Halbinsel Hel, Bilder aus Danzig, Marienburg, und vom Oberlandkanal. Die Bilder und Videos sind zum Teil mit Musik unterlegt und wir genießen viel unberührte Natur, Familienerlebnisse und Begegnungen mit Menschen.

Kontakt ist auch ohne Kenntnisse der polnischen Sprache möglich.

 

Es geht weiter durch Masuren in den Bierbranski Nationalpark, den Amazonas von Polen. Dort gelingt es sogar zwei Jungwölfe zu beobachten. Ohne geländegängiges Fahrzeug wäre es nicht möglich, hier zu reisen. Im Bieszcadski Park sehen wir mit Familie Green Wisente, Braunbären, Wanderschafherden und riesige wilde Graslandschaften.

 

Auf dem Rückweg geht es weiter über Zakopane, Krakau, Breslau und Auschwitz-Birkenau, wunderschöne Städte und auch immer wieder verstörende Vergangenheit.

 

Gunnar Green erzählt lebendig, zeigt wunderschöne Landschafts- und Tieraufnahmen und kann sein Publikum fesseln. Nach dem Vortrag gibt es noch viele Fragen zu beantworten. Ein unterhaltsamer, gelungener Abend geht zu Ende.

Ellen Koch-Bumann

 


Daniela KLeingarn
Daniela KLeingarn

Blaudruck 19.10.21 in Neustadt in Holstein

Am 19.10.2021 haben wir die Chance bekommen unsere erlernte Theorie vom 27.02.2020 nachträglich in die Praxis umzusetzen.

So fuhren wir mit 6 Frauen noch einmal in die Werkstatt von Herrn Koch-Süzen.

Nach einer kurzen Wiederholung fingen wir an unsere Plätze einzurichten, die richtigen Model und Farben auszusuchen.

Wir machten einige Probedrucke auf Papier, bevor wir auf unseren mitgebrachten Stoffen richtig loslegen konnten.

Es hat viel Spaß gemacht und es sind ganz tolle Werke an dem Nachmittag entstanden.

 

Stefanie Voß-Hagen


Ellen Koch- Bumann
Ellen Koch- Bumann

Jo Kley - Ein Kosmos - Ein Stein

 

Am Dienstag, dem 12. Oktober 2021 trafen sich 17 LandFrauen und drei Gäste um 14:30 Uhr im Senator – Thomsen - Haus, um sich die Ausstellung JO KLEY – EIN KOSMOS – EIN STEIN anzusehen. Der Ernst – Ludwig – Kirchner – Verein hatte uns eingeladen und Frau Antje Borgwardt war bereit uns in Vertretung für Imke Ehlers durch die Ausstellung zu führen.

Zur Begrüßung gabe es zuerst ein Glas Sekt. Nach einer kleinen Einführung zum Wirken des Vereins erzählte uns Antje Borgwardt aus dem Leben von Jo Kley.

Jo Kley wurde 1964 in Ulm/Donau geboren. Nach der Ausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer in Ulm studierte er von 1991 bis 1997 Bildhauerei an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel bei Jan Koblasa. Seit 1995 arbeitet er als freischaffender Künstler .Jo Kley lebt und arbeitet in Kiel, sein Atelier befindet sich in einer ehemaligen Kieskuhle.

Inspiration für seine Skulpturen findet Jo Kley auf seinen zahlreichen Reisen. Es gelingt ihm, die Energie des Steins einzufangen, dem harten Gestein Energie zu geben und diese in verschiedenen Formen nach außen auszudrücken. Als Teilnehmer, Organisator und Kurator war Jo Kley bereits an zahlreichen Bildhauersymposien im In- und Ausland beteiligt.

Rund 100 seiner Monumentalskulpturen befinden sich in Deutschland sowie in 20 weiteren Ländern von Fernost über Europa bis nach Nord- und Südamerika.

Zitat Jo Kley: “Meine Herangehensweise an den Stein ist ein individueller und leidenschafftlicher Akt zur Schaffung von Formen und Oberflächen...Natürlich macht es mich glücklich, wenn die Leute von meinen Skulpturen berührt werden und deshalb versuchen, sie anzufassen. Eine ausgezeichnete Steinskulptur ist Prosa und Gedicht zur gleichen Zeit. Sie ist die Einheit von Materien und Idee. Sie ist Energie.“

Danach durften wir uns umsehen und es war ausdrücklich erlaubt, die Skulpturen auch zu berühren.

Ellen Koch-Bumann


Dorfspaziergang in Katharinenhof

 

An einem sonnigen 7. Oktober trafen sich 35 Landfrauen zum beliebten Dorfspaziergang, diesmal in Katharinenhof. Herr Hellrik Wilder, ein ehemaliger Katharinenhofer, hat sich intensiv mit der Geschichte des Gutes auseinandergesetzt. Zuerst zeigte er uns, welche Gebäude auf dem heutigen geteilten Gut dazu gehörten und dessen ehemalige Nutzung. An die herrschaftliche Ausstrahlung des Gutes erinnert noch das „Schloss“, wie das Gutshaus in seiner Kindheit genannt wurde. Das Gutshaus hat viele bauliche Veränderungen mitgemacht und wirkt heute eher wie die modernen zweistöckigen Kastenbauten. Die anderen Gebäude wurden inzwischen vielfach zu Ferienwohnungen umgebaut. Aus dem Gut sind zwei große schöne Ferienhöfe geworden. Die Lage so nah an der nach Osten gelegenen Steilküste und dem Sandstrand ist ideal dafür.

 

Nach der Ortsbegehung erzählte Herr Wilder mit Blick aufs Meer auf dem Hof von Achim und Sonja Liesenberg aus der Geschichte der ehemaligen Gutsherren. 1772 legte Leutnant J.F. Witte den Hof und die Gebäude an.  Ab 1830 ist besonders der neue Eigentümer Herr von Leesen zu erwähnen, der sich auf der Insel als ehemaliger Hamburger Justiziar einen Namen gemacht hatte. Er führte Glanz und Gloria auf Katharinenhof ein; mit einem farbigen Diener, mit einer prunkvollen Kutsche, die entweder mit 4 Rappen oder 4 Schimmeln vorgespannt wurde und pompösen Festen. Er heiratete eine junge Mackeprang, die ein erhebliches Erbe (100 ha) mit in die Ehe brachte und nach 5 Ehejahren unter ungeklärten Umständen starb. Herr von Leesen hatte den Botaniker Bierwirth für die Anpflanzungen aus Hamburg mitgebracht. Dieser hat sich mit vielen Obstbäumen und guten Sorten auf der Insel verewigt. Seine Angestellten waren Herr von Leesen ergeben und bei entsprechender Leistung schenkte er ihnen Häuser und Ländereien. Spektakulär war auch sein Abgang von der Insel. 1848 erfuhr er von der Ankerung zweier dänischer Schiffe vor Burgstaaken. Sofort sattelten er und einige Helfer die Pferde und ritten dorthin. Auf einer späteren Münze ist die Szene verewigt, in dem Herr von Leesen den dänischen Kapitän gefangen nahm und gleichzeitig eine Schießerei damit auslöste, in dem ein dänischer Matrose erschossen wurde. Herrn von Leesen blieb nur die Flucht über Lemkenhafen mit einem Boot nach Heiligenhafen. Jahre später wurden seine Helfer und er vor Gericht verurteilt. Er verkaufte das Gut an Herrn Linde. Landwirtschaftlich ist der Tarrasboden ein schwierig zu bearbeitender Acker, was besonders früher zu häufigen Hofbesitzerwechseln führte. 1917 kaufte Familie Loesener das Gut und musste es von 1940 -1945 zum Teil der SS-Stiftung Nordhav, nach dem Krieg vielen Soldaten und Flüchtlingen überlassen. 1953 wurde es von der Familie zurückgekauft und als Familie von Zitzewitz (geb. Loesener) zum Ferienhof umgestaltet.  In der heutigen Zeit sind die Besitzer Liesenberg und Beneken.

 

Bei selbstgebackenem Kuchen und Kaffee auf liebevoll herbstlich dekorierten Tischen konnte der Nachmittag gesellig ausklingen.

Doris Weiland


LandFrauenVereinFehmarn
LandFrauenVereinFehmarn

Radreise II an die Schlei vom 20.09.21 bis 23.09.21

Am Montag dem 20. September machten wir uns früh morgens mit dem kleinen Bus von Nordlandreisen, unserem Busfahrer Frank und Herrn Wolgast, der die Fahrräder transportierte, auf den Weg nach Schleswig.

Ein schöner Sonnenaufgang über dem Sund belohnte 18 Landfrauen für das frühe Aufstehen. In Gremersdorf stieg noch eine Dame zu und dann ging es nach Lütjenburg zum Frühstücksbuffet . Gut gestärkt erreichten wir am späten Vormittag Kropp, wo uns unsere Reisebegleitung Monika ( eine Landfrau mit Zertifikat für Reiseleitung)  erwartete .

Munter radelten wir los und unser erster Stop war ein Familienbetrieb auf der Geest mit Kühen, Kartoffeln und Biogasanlage. Die Bäuerin hat sich zur Bauernhofpädagogin ausbilden lassen und uns sehr anschaulich den Betrieb gezeigt. Sie schnackte platt mit uns. Zum Abschluß gab es noch leckere Kartoffelchips frisch vom Blech, die sie gerade mit einer Schulklasse gemacht hatte. Dann kamen wir an einem schönen ländlichen Blumenladen vorbei. Geschwind wurden ein paar frisch gebundene Kränze gekauft.

Von hier radelten wir nach Dannewerk, welches Unesco Weltkultur Erbe ist und spätestens hier merkte man, was für einen tollen Guide wir mit Monika hatten. Mit viel Elan und großem Fachwissen erklärte sie uns die Geschichte von Dannewerk und dies setzte sich auch fort , als wir später den Barockgarten von Schloß Gottorf und den Gottorfer Globus erreichten.

Weiter gings zum Schleswiger Hafen. Hier genossen wir bei schönstem Sonnenschein einen kleinen Fischimbiss. Von dort konnten wir den St. Petri Dom schon sehen, den wir zum Abschluss des ersten Tages von innen und außen besichtigten. Auch hier wieder mit großem Fachwissen von Monika erklärt. Nach 29 km am ersten Tag checkten wir im Hotel Hohenzollern in Schleswig ein. Am Abend wartete noch eine Überraschung auf uns: Wir wurden vom alteingesessenen Männergesangsverein aus Ulsnis begrüßt, der für uns einige sehr unterschiedliche Lieder sang. Eine nette Geste, die sich ergeben hatte da ein Mitglied des Chors ( Richard ) ein Cousin von Doris und Marlen ist. Er hat uns auch am nächsten Tag die kleine sehr alte Kirche in Ulsnis gezeigt.

 

Am 2. Tag radelten wir durch Schleswig zunächst zur historischen Fischersiedlung „Holm“. Es handelt sich dabei um entzückende kleine Häuser nach hinten raus meistens mit Meerblick, die kreisförmig um einen privaten Friedhof angesiedelt sind. Diese Fischer hatten Fischereirecht auf der ganzen Schlei. Weiter ging es an einem Kloster vorbei zu einem weiteren Stadtteil Schleswigs zur „Freiheit“ östlich des Holms. Hier sahen wir ganz interessante Neubauten ein Kontrast zum historischen Holm. Es ging weiter durch hügelige Felder immer mal wieder mit herrlichem Blick auf die Schlei. An einem ländlich gelegenen Laden in Brodersby machten wir Pause und es gab heiße Schokolade, Kaffee und auch Kuchen to go.

Bevor wir weiterfuhren zogen alle ihre Regensachen an, denn es fing an zu nieseln. Doch bevor es richtig regnete erreichten wir zum Glück eine alte Bauernkate, ein privates Museum mit wunderschönem Bauerngarten, wo wir uns unterstellen konnten , um den Erklärungen des Hausherren zu lauschen. Dann ging es weiter zur alten Kirche in Ulsnis, wo uns Richard erwartete . Wir schauten uns die Kirche an, kletterten auf den hölzernen Glockenturm und schlenderten durch den Pastoratsgarten . Eine Schale mit Pflaumen aus Richards Garten war schnell geleert. Lecker! Weiter ging es am alten Armenhaus vorbei zum Cafe des Gutshauses Lindenhof , bekannt durch die beliebte Fernsehserie „Der Landarzt“ denn hier war im Film die Landarztpraxis. Der Kuchen war lecker, wir saßen draußen und die Pause tat gut.

Das nächste Ziel war Anis, die kleinste Stadt Deutschlands. Leider erlebten wir sie nur im Regen. Als wir Kappel erreichten war das Wetter zum Glück wieder besser und die Räder konnten im Trockenen verladen werden. 44 km lagen hinter uns und wir hatten wieder viel gesehen.

 

Am 3. Tag wurde das ursprüngliche Programm umgekehrt. Es war ein absoluter Sonnentag und der Bus brachte uns zur Geltinger Birk, einem 800 ha großen Naturschutzgebiet. Am Eingang begrüßte uns die „Mühle Charlotte“ eine 1826 erbaute Windmühle. Wir radelten eine ganze Zeit am Ostseestrand entlang und das Wasser glitzerte im Sonnenschein. Wir haben Ziegen und Rinder gesehen, leider keine Wildpferde, welche auch dort leben. Auch die Küste des gegenüberliegenden Dänemark war gut zu sehen und 3 Leuchttürme konnte Monika uns zeigen. Unser Weg führte uns dann nach Maasholm, einem kleinen Fischerort auf einer Halbinsel gelegen an der Schleimündung zur Ostsee. Hier aßen alle ein frisches Fischbrötchen auf die Hand und es ging weiter durch riesige Felder vorbei an Gut Buckhagen nach Kappeln. Hier wurden die Räder verladen und wir hatten ca 1,5 Stunden Zeit zum Bummeln in der Stadt. Einige gingen auch noch mit Monika zur dortigen Kirche. Dann brachte uns der Bus zum Gut Ludwigsburg der Familie Carl. Im hofeigenen Cafe gab es leckeren Kuchen aber auch etwas Deftiges. Auch wurden noch ein paar Mitbringsel im Hofladen erworben. Auf dem Hof werden Trakehner gezüchtet. 50 eigene Pferde und 20 Einsteller haben hier ihre Box. Aber ein Highlight war die Führung des Hausherren durch das unter Denkmalschutz stehende Herrenhaus. Man könnte sagen der Typ kam echt gut rüber! Auf witzige und unterhaltsame Art, aber auch mit historischem Wissen versehen, brachte er uns die Geschichte seines Elternhauses näher. Besonders beeindruckend war die „Bunte Kammer“ mit ihren 170 Emblemen, einzigartig im norddeutschen Raum. Die Embleme sind auf Holz gemalte Bilder mit passendem Spruch auf lateinisch, deutsch oder auch spanisch. Man kann sich in diesem Raum trauen lassen und dann auch die Hochzeit im Saal und Gewölbekeller des Herrenhauses feiern. Es war schon recht spät als der Bus uns ins Hotel brachte und wir gingen sofort zum Abendessen. Ein toller Tag lag hinter uns und ca 37 km mit dem Rad.

 

Der 4. Tag beginnt mit Diskussionen: Wird es gleich regnen oder nicht? Werden wir naß ? Einige Landfrauen fahren mit Bus nach Haitabu andere mit dem Rad. Unsere erste Station ist das Schloß Gottorf, sehr beeindruckend. Zwischendurch sehen wir noch eine Schweinehaltung mit Hütten auf der Wiese. Später halten wir noch beim „Erik Stein“ und Monika erklärt uns die Runen auf dem Stein. Wir kommen zum Glück trocken an in Haitabu. Dort treffen wir alle wieder zusammen und haben eine Führung gebucht. Wir erfahren viel Neues über die Geschichte der Wikinger Stadt (am Ende der Schlei gelegen), die um 770 gegründet und 1066 endgültig zerstört wurde. Leider regnete es dann, aber wir konnten in den historisch nachgebauten Häusern Unterschlupf finden, saßen auf alten Fellbetten und lauschten dem Vortrag unseres Führers. Zum Abschluss dann ein gemeinsames Essen im „Odin“ einem Restaurant plus Hofladen mit Frischem aus der Region. Am späten Nachmittag kamen wir wieder auf der Insel an. Vier tolle Tage mit netten Gesprächen, vielen neuen Eindrücken, viel frischer Luft und ganz viel Spaß liegen hinter uns und wir freuen uns auf die Tour im nächsten Jahr.

Bericht: Annette Köhlbrandt


LandFrauenVereinFehmarn
LandFrauenVereinFehmarn

Radreise Schlei I vom 13.-16.9.2021

Wieder viel erlebt!

Am Montag, den 13.9. 2021 starteten wir munter und pünktlich in Burg. Um 8.00 Uhr gab es ein leckeres Frühstück in Lütjenburg und gegen 11.00 erreichten wir Kropp, unseren Startpunkt. Monika Neufang, eine flotte Landfrau aus der Gegend, erwartete uns mit ihrem Rad ohne Motor. Nach 10 km kehrten wir bei Birgit Erichsen im Schnepfennest ein und die plattschnackende Bauernhofpädagogin zeigte uns ihren vielseitigen Hof (Milchvieh, Kartoffeln, Hühner, Ackerbau, Schulklassen). Weiter ging es, aber nicht lange, da erweckte ein Blumenhof unsere Neugier und in einer Blitzaktion konnte noch etwas mit Lieferservice ins Hotel gekauft werden. Nun radelten wir über gute breite Straßen fast alleine durch eine Gegend mit vielen Kieswerken, Maisfeldern, Wiesen und Fluglärm durch den Militärstützpunkt Jagel. In der Ferne erblickten wir den Wall Danewerk, neben dem Haitabu-Museum gehört es zum großen Gebiet der wikingerzeitlichen Unesco-Welterbestätten. Von einem Besichtigungsberg ging es weiter entlang an der Waldemarschen Ziegelsteinmauer. Aus der Zeit Dänemarks gibt es noch viele Namen und Relikte, die an die Kriege zwischen Dänen und Holstein erinnern. Nach ca. 20 km kamen wir in Schleswig an. Das Globushaus, die Schlangenstatue im blauen Teich und die barocken Terrassengärten gehören zum Anwesen des Gottorfer Schloss. Den Schleswiger Dom, der kurz vor der Beendigung der umfangreichen Restaurierung steht, konnten wir besichtigen. Bei der Betrachtung des beeindruckenden Brüggemann Altars wurde die Orgel eingespielt. Sie ist eineinhalb Jahre staubgeschützt eingepackt gewesen. Die Fenster leuchteten in frischen Farben und die Decke wurde zusätzlich angestrahlt, dadurch wirkte der Dom sehr hell und freundlich.

Im Hotel „Hohenzollern“ angekommen, waren nach einigen Zimmerumzügen alle einigermaßen zufrieden und wir freuten uns auf das Abendessen und die geselligen Stunden.

 

2. Tag

Ausgeruht und frisch gestärkt ging es wieder auf die Räder. Wir steuerten den „Holm“ an, die private Fischersiedlung mit mittigem Friedhof und erfreuten uns an der Idylle. Weiter ging es zum gegensätzlichen modernen Wohngebiet, der „Freiheit“. Auch schön! Das Gebäude der dänischen Schule spendete ein reicher Bürger (dänischer Herkunft).

Die Sonne kam durch und die Radwege waren gut befahrbar. Es war nicht viel Radverkehr unterwegs. Bewusst werden keine großen Hotels genehmigt, um den sanften Tourismus beizubehalten. Wir blieben nördlich der Schlei, in Angeln. Die Landschaft war wunderschön, sanft hügelig und viele Knicks grenzten die Felder ein. In Brodersby konnten wir im „Markttreff“, einem genossenschaftlichen Dorfladen, einkaufen, Post einwerfen und die auf Toilette gehen. Danach radelten wir nach Ulsnis zum Kalübbe Garten mit Reetdachkate und vielen Gartenräumen zum Träumen. Dort genossen wir eine besinnliche Stunde und Informationen der Besitzer Chalupka. Danach zeigte uns Monika Neufang den Pastoratsgarten und wir stärkten uns an den Äpfeln. Die Wege durch die wunderschöne hügelige Landschaft führt an die Schlei mit einsamen Badestellen, wo wir einen „Chorsänger“ trafen, der in der folgenden Woche vor den fehmarnschen Landfrauen für Marlene und Doris im Hotel singt. Ein glücklicher Zufall!

Um 14.00 Uhr hatten wir Plätze im Landarzt Café in Lindaunis reservieren lassen und genossen dort leckere Torten und Garten sowie den touristischen Trubel. Alles bei bestem Wetter und blauen Himmel. Nun steuerten wir Arnis an, die kleinste Stadt Deutschland. Es gibt dort eine Kirche mit Fachwerk, einen Strand, einen Segelhafen und eine Straße. Bemerkenswert sind die hübschen Haustüren. Weiter ging es nach Kappeln, wo unsere Räder verladen wurden und wir mit dem Bus zum Hotel fuhren. Es war so schön und unvorstellbar, dass die Wettervorsage mit Regen für morgen Recht behalten sollte.

 

3. Tag

Regen! Änderung des Plans auf eine reine Bustour durch Schwansen und die Geltinger Birk!

Zuerst fuhren wir nach Eckernförde und Monika gestaltete einen Stadtrundgang für uns. Die Kombination aus naher Verbindung von Sandstrand, Hafen und schöner Fußgängerzone macht das Typische aus. In Eckernförde wird die „Kieler Sprotte“ hergestellt, die Fischer „Kalle und Krischan“ zeigen wie man aus Silber (Heringshaut) Gold (geräucherte Haut) macht. Aus der Bonbonkocherei ging keine ohne vollen Beutel. Gegen 11.30 Uhr waren wir in Gut Ludwigsburg in Waabs angemeldet. Dort stärkten sich einige im Imbiss und lauschten der Vorstellung des denkmalgeschützten Gutes durch den Besitzer Herrn Carl (Ferienwohnungen, Pferdezucht, Hofladen, Café, Hochzeiten, blauer Raum).

Über Damp und Olpenitz (einer neuen riesigen Feriensiedlung) ging es nach Kappeln. Ein Stadtbummel von 13.00-14.00 Uhr zwischen Kirche und Mühle war möglich, manche besichtigten mit Monika die Kirche.

Weiterfahrt nach Angeln über Maasholm, Geltinger Birk und Haltepunkt an der Mühle „Charlotte“, die in Privatbesitz ist und umgeben von einem Naturschutzgebiet.

Geplant war nun eine Ankunft in Schleswig gegen 16.00 Uhr, damit noch vor dem Abendessen ein Stadtbummel möglich wurde.

Ein letzter geselliger Abend in Gaststube dieses traditionellen, familiengeführten Hotels war ein schöner Abschluss.

 

4. Tag

Im Nieselregen besichtigten wir von außen das Schloss Gottorf in Schleswig.

Regenfest eingepackt umradelten wir die beiden Noore bis Haitabu. Zwischendurch hielten wir bei einer Außenschweinehaltung und dem Runenstein. In Haitabu durften wir mit Führung das Leben der Wikinger und die Wikingerhäuser nachempfinden. Danach im „Odin“ lecker feinheimisch gespeist. Toller Abschluss! Gegen 17.00 Uhr kamen wir gut in Burg an.

Doris Weiland


Dörte Witt
Dörte Witt

Besuch des Wakeparks am 05.09.2021

 

Die Sonne war gerade aufgegangen, da ging es auch schon auf die Bretter!

Noch vor dem eigentlichen Öffnen ( „uns müssen beim ersten Probieren ja nicht unbedingt viele zuschauen!!!) durften 13 Landfrauen sich im Wakepark Fehmarn versuchen. Durch den Wind und die frühe Tageszeit erschien es fast etwas frisch, um ins kühle Nass zu springen…

Aber ein Reinplatschen beim ersten Wakeboarden ist wohl nicht zu verhindern.

Und schon bald war die Kälte nur noch sekundär: viel wichtiger war die Aufregung über das eigene Können!

Alle ( außer der Organisatorin, „eine muss sich ja um die Damen kümmern“) haben es geschafft, sich auf dem Brett zu halten… nicht wenige haben sogar eine Kurven bewältigt und einige konnten ohne unterzutauchen mehrere Runden fahren!!!

Alle waren sich bei der anschließenden Stärkung einig: das wird weitergemacht…wir machen eine Gruppe auf, die sich regelmäßig trifft… das bringt richtig Spaß!

Herzlichen Dank an das unkomplizierte Team des Wakepark Fehmarn, den heißen Kaffee zur rechten Zeit und die geduldigen und motivierenden Mitarbeit Vincent & Olli ….wir kommen gerne wieder! 

Dörte Witt


Stefanie Voß-Hagen
Stefanie Voß-Hagen

„Der Norden singt“ am 15.08.2021 in Eutin

 

Am 15.08.2021 machten sich acht frisch getestete Landfrauen auf den Weg zur Anlage der Eutiner Festspiele um bei „Der Norden singt“ mitzumachen. Einige hatten schon Live Erfahrung, andere haben während des Lockdowns online mitgesungen und ein paar waren ganz gespannt darauf, was sie erwartet. Nach einer entspannten Anreise (hier nochmal ein Dank an Gabriele Scheef für das Fahren) kamen wir bei bestem Wetter an.

Auf dem schönen Vorhof der Eutiner Festspiele hatten wir noch genügend Zeit für einen Snack und ein Getränk um uns zu stärken. Nachdem wir unsere Plätze in der Sonne eingenommen hatten, ging es auch schon bald los.

Nils Schröder, der Leiter der Veranstaltung, kam mit seiner Band auf die Bühne. Mit stehenden Ovationen wurden sie begrüßt und auch Nils Schröder und seine Kollegen waren sichtlich bewegt und erfreut endlich wieder vor Publikum live singen zu dürfen. Diese Freude hat man durch das ganze Konzert gespürt. Nach einem kurzem „warm up“ ging es auch schon mit der „Der Norden singt“ Hymne los: Moin!Moin!

Dann folgten eine ganze Reihe bekannter Lieder wie z.B. „Take a chance“/ABBA, „Can’t stop Loving you“/Phil Collins, „How will I know“/Whitney Houston, „Legenden“/Max Giesinger, „I can see clearly now“/Jimmy Cliff, „Frauen regieren die Welt“/Roger Cicero, „Irgendwas bleibt“/Silbermond, „Let it be“/The Beatles und noch einige mehr. Es wurde immer erst kurz geprobt, dann wurde gesungen. Wir wurden alle mitgerissen und haben rhythmisch und schwungvoll im großen Chor unsere Sangeskünste zum Besten gegeben. Im umgetexteten Lied „Ich will keine Quarantäne (Schokolade)“ hat die Band den Lockdown der letzten 18 Monate nochmal musikalisch Revue passieren lassen. Nach zweieinhalb Stunden war das Konzert leider viel zu schnell zu Ende. Aber es gab noch eine krönende Zugabe: „Freude schöner Götterfunken“ von Beethoven. Was für ein Gänsehautfeeling! Und alle waren sich einig: es war ein großartiger Nachmittag der auf eine Wiederholung wartet!

Ganz erfüllt fuhren wir wieder mit Ela zurück nach Fehmarn, wo einige von uns den Abend noch nett beim Italiener ausklingen ließen.

Daniela Kleingarn


Ellen Koch- Bumann
Ellen Koch- Bumann

Bojendorfer Spaziergang mit Klaus Blanck

 

An einem sonnigen 8. Juli 2021 trafen sich 26 Landfrauen und ein interessierter Mann im vielseitigen Garten von Silke und Klaus Blanck in Bojendorf. Die Frauen zog es sofort in den Garten mit den schönen Stauden und ins Gewächshaus, wo Gurken und Tomaten bis an die Decke wuchsen. Draußen genossen wir auch selbstgebackenen Kuchen und Kaffee. Im Sitzen konnten wir dann die Einleitung zur Entwicklung des Dorfes anhand von Luftbildaufnahmen aus unterschiedlichen Jahrzehnten beobachten. Bojendorf ist ein typisches Fortadorf, in dem es ursprünglich nur Bauernhöfe gab. Im Laufe der Zeit entwickelten sich aus den mittigen Viehweiden Nutzgärten mit einer vielfältigen Flora und Fauna. Heute gibt es viele Ferienwohnungen und Zweitwohnungen auf diesen Flächen mit entsprechenden Park- und Rasenplätzen und weniger Vogelgesang. Im Winterhalbjahr leben im Dorf ca. 20 Menschen, die eine gute Dorfgemeinschaft schätzen.

Jetzt folgte ein Spaziergang zum Innendeich zwischen dem Dorf und dem Campingplatz Wallnau liegend. Hier erzählte Klaus über die Sturmflut von 1872 (das Wasser drang von Flügge südwestlich liegend ins Dorf) mit seinen dramatischen Schicksalen. Bojendorf hatte immer schon landwirtschaftlich mit Hochwasserproblemen zu tun und durch diese besonderen Herausforderungen gab es häufig auf den Höfen Besitzerwechsel. Das änderte sich erst mit dem Bau des Deiches Ende des 19. Jahrhunderts. Leider sind die Unterlagen über den Deichbau verloren gegangen.

Zurück im Dorf erfuhren wir, dass sich früher Handwerksbetriebe nur in den Kirchdörfern niederlassen durften. Eine Ausnahme bildeten die Schmieden für die Hufbeschläge der Arbeitspferde. Auch eine Schule gab es im Dorf. Nach dem Krieg besuchten bis zu 90 Kinder (Einheimische und Flüchtlinge) die Schule, die in einem Raum von einem Lehrer unterrichtet wurden. Dieser hat es auch schriftlich festgehalten. Als dann im Laufe der Zeit nur noch 5 Kinder dort zur Schule gingen, wurde sie aufgelöst und die Kinder mussten in den 50er Jahren nach Petersdorf (3 km Entfernung) gehen.

Ganz herzlich müssen wir uns bei Klaus und Silke Blanck bedanken, denn während dieser Veranstaltung erfuhren sie vom plötzlichen Tod eines Bojendorfer Freundes und haben schweren Herzens alles durchgezogen. Traurig gingen wir alle nach Hause.

Doris Weiland


Am 15. Juni 2021 startete unser Sommerprogramm mit der Aktion „Fünf an einem Tag“.

 

Doris Weiland
Doris Weiland

Bummel durch Petersdorf

 

Doris Weiland und ich (Annette Köhlbrandt) hatten zum Petersdorfer Bummel eingeladen und so trafen bei sommerlichem Wetter einige Landfrauen mit dem Fahrrad und einige mit dem Auto um 14 Uhr 30 vor dem Atelier von Lina Danklefsen ein. Insgesamt waren wir 17 Personen, so dass wir uns in 2 Gruppen aufgeteilt haben, um alles coronagemäß durchführen zu können. Eine Gruppe von 9 Personen ging mit mir zuerst zu Lina in den Laden und die Werkstatt. Wir bekamen eine ausführliche und auch anschauliche Erklärung ihrer Arbeit, so dass wir hinterher viel über die Porzellanherstellung wussten. Ein paar von uns kauften auch etwas Schönes ein. Anschließend wurde getauscht und die 2. Gruppe mit Doris bekam eine Führung und wir sind einmal um den idyllischen Dorfteich geschlendert, bzw. einige kamen auch noch in den Genuss einer kurzen Kirchenführung von Doris. Zeitlich reichte es leider nicht für alle, denn um 16 Uhr waren wir im Kaffeestübchen angemeldet und saßen dort bei herrlichem Wetter im Garten bei Kaffee, Tee, Kuchen oder Eis.

Im Anschluss sind einige noch durch den Ort in die „Hofdiele“ und zu „Fehmarnsteine“ gebummelt, während andere schon nach Hause mussten. Ich glaube, alle stimmen mit mir überein: Es war ein interessanter und gemütlicher Nachmittag und auch an dieser Stelle noch ein großes Dankeschön an Lina für ihren herzlichen Empfang.

Annette Köhlbrandt

Marit Kruse
Marit Kruse

Radtour mit Marit & Dörte

Endlich war es soweit! Und das an einem wunderschönen Nachmittag. Eine lustige, unterhaltsame Truppe radelte 40 km bei schönstem Wetter. Alle freuen sich auf einen Wiederholung.

Es ging von Burg über den Deich nach Wulfen und Fehmarnsund über die Fehmarnsundbrücke aufs Festland. Eine kleine Pause entspannte am westlichen Strand, dann unter der Brücke hindurch und weiter an der Küste Großenbroderfähre fuhren wir bis zum Südstrand ins Café „Meerkieker“. Durch den Ort Großenbrode ging es zurück auf die Insel. Endstation bis 19.30 Uhr war die neue Wakeboardanlage in Wulfen.

 

 

Radtour mit Helga & Maria

Am gleichen Tag starteten bei wunderschönem Wetter gutgelaunte Frauen nach einer „Findungsphase“ um 17.00 Uhr zu einer Radtour auf Fehmarn. Von Burg über Meeschendorf am Strand entlang nach Staberdorf weiter nach Klausdorf, Marienleuchte, Puttgarden bis zum Grünen Brink.

Unterwegs gab es viel zu erzählen und Neues zu berichten. An der "Beltbude" endete eine schöne Radtour mit Cocktails und Speisen in gemütlicher Runde. So gestärkt traten dann alle ihren Heimweg an.