Berichte

Kirchners Paradies

LandFrauenVerein Fehamarn
LandFrauenVerein Fehmarn

Am 25.Juli versammelten sich mehr als dreißig kunstinteressierte LandFrauen im Senator – Thomsen - Haus. Eingeladen hatte die Vorsitzende des Ernst – Ludwig – Kirchner - Vereins, Frau Antje Borgwart.

Nach einer Einführung in das Leben und Wirken des Künstlers, besonders in seinen vier Sommeraufenthalten 1908 mit den Geschwistern Hans und Emmi Frisch in der Villa Port Arthur bei der Witwe Grete Hiss auf Burgstaaken und von 1912 bis 1914 mit seiner Freundin und Lebensgefährtin Erna Schilling beim Leuchtturmwärter Lüthmann und seiner Familie am Leuchtturm Staberhuk. Diese Sommer auf Fehmarn waren für Kirchner die wohltuendsten und befriedigendsten, auf jeden Fall produktivsten Monate seines Lebens. Er schafft sich hier, fernab der für ihn nervenaufreibenden Zivilisation, ein ideales Künstlerparadies in unberührter, nahezu menschenleerer Natur und nennt diesen Rückzugsort, sein Arkadien.

Danach führt uns die Kuratorin Imke Ehlers durch die Ausstellung. Gezeigt werden 50 Bleistift - und Kohlezeichnungen aus seiner Schaffensphase von 1908 bis 1914. Im Zentrum stehen zwölf Zeichnungen mit Fehmarnmotiven. Die Gesamtzahl der mitten in der Natur geschaffenen Zeichnungen ist nicht genau zu beziffern – es sind weit über 800. Für keine der Zeichnungen hat er mehr als fünfzehn Minuten benötigt. Die Fehmarnerfahrungen lösen bei Kirchner einen wahren Schaffensrausch aus.

Die Erklärungen von Frau Ehlers lassen Kirchners schrittweise künstlerische Entwicklung erkennen. Die Ablösung vom akademischen Stil, der Traum von einer Einheit von Mensch und Natur spielt in den Kunstwerken eine große Rolle. In den Sommermonaten 1912 bis 1914 kommt Ernst Ludwig Kirchner seinem Ideal so nahe, wie nie zuvor. Der weibliche Akt in freier Natur ist das häufigste Motiv und besonders häufig malt der verliebte Künstler seine Lebensgefährtin Erna Schilling, aber auch die Töchter des Leuchturmwärters sind seine Modelle. Völlig zu Recht kann man Kirchners Akt- und Badeszenen in der Zeit auf Fehmarn als Höhepunkt einer großen kunstgeschichtlichen Entwicklung sehen. Ernst Ludwig Kirchner war es, weil seine Bilder von den Nationalsozialisten als entartete Kunst eingestuft wurden, nicht möglich noch einmal nach Fehmarn zurückzukehren, aber seiner Frau Erna gelang es unzählige zeichnungen in die Schweiz zu retten.

Der engagierte Vortrag von Frau Ehlers wurde sehr aufmerksam verfolgt und mit anhaltendem Applaus und ein paar Sonnenblumen sagten wir Dankeschön für den wunderbaren Abend, der mit einem kleinen Imbiss im Garten gekrönt wurde.

Radtour auf Fehmarn

Kreativzeit: Gartendeko aus Fertigbeton

Wieder ein toller Nachmittag mit Ute Estermann. Im Frühjahr konnten nicht alle Interessierten bei dieser Veranstaltung berücksichtig werden, deshalb starteten wir am 08.06.2017 nochmals mit Ute Estermann aus Lensahn um Deko aus Beton für unseren Garten herzustellen. Sie brachte viele Gefäße mit, in denen wir Formen gießen konnten. Mit neunen kreativen Ideen und Ratschläge hat sie die ganze Gruppe begeistert. Einige Teilnehmerinnen waren schon sehr gut vorbereitet und haben aus  ihrem Fundus geeigneten Formen, Steine, Muscheln und vieles mehr mitgebracht. Natürlich gab es auch an diesem Nachmittag in der Pause im Sonnenschein vor der Scheune einen leckeren, zur Jahreszeit passenden, Rhabarberkuchen.

 

 

Thüringer Städtezauber

500 Martin Luther. Für 25 Landfrauen von der Insel ein Grund, sich auf den Weg nach Thüringen zu machen.

Die lange Anfahrt wurde uns durch ein leckeres Sektfrühstück und selbst gebackenen Eierlikörkuchen des Busfahrers verkürzt.

Eine größere Pause legten wir in Alfeld (Südniedersachsen) im Fagus-Werk ein. Das Fagus-Werk 

ist seit der Gründung 1911 im Familienbesitz und stellt nach wie vor Schuhleisten aus Buchenholz für Firmen wie ecco, Lloyd oder Gabor her. Das Werk ist ein lebendes Denkmal zwischen Architektur und Produktion, wurde vom Bauhausgründer Walter Gropius entworfen und gilt weltweit als Ursprungsbau der Moderne. Dabei wurde Glas und Stahl eingesetzt und erstmals die Bedürfnisse nach Licht, Luft und Klarheit berücksichtigt. 2011 wurde das Fagus-Werk zum Unesco- Weltkulturerbe erklärt.

Die Sonne strahlte vom Himmel, so dass wir unseren Mittagsimbiss auf der Terrasse einnehmen konnten.

Weiter ging es zu unserem Hotel „Raddison park inn“ in Weimar, das wir um 17.00 Uhr erreichten.

Der 2. Tag stand im Zeichen Martin Luthers in Erfurt, der Landeshauptstadt Thüringens.

Wir erkundeten mit dem Studenten und Mönch Martin Luther die kleine beschauliche Stadt Erfurt mit der wunderbar erhaltenen mittelalterlichen Altstadt und ihrem Wahrzeichen „Krämerbrücke“.

Die Stadt wurde bereits 742 erwähnt. Sie lag an der „Via Regia“, der königlichen Straße, die Frankfurt am Main mit Krakau verband. Zu Wohlstand kam Erfurt zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert durch den Anbau der Waidpflanze und dem daraus gewonnenem blauem Färbemittel. Dieses gelangte von Erfurt aus nach ganz Europa. Die längste bebaute Brüche, die Krämerbrücke, ist bis heute ein Zentrum für Kunsthandwerk. In dieser Stadt studierte Martin Luther an der Artistenfakultät der sieben freien Künste (1501 – 1505). Während eines Gewitter gelobte er Mönch zu werden. Nach Abbruch des Jurastudiums trat er am 17. Juli 1505 in das Augustiner Kloster ein, wo er seine theologische Ausbildung begann. Im Erfurter Dom erhielt er die Priesterweihe. 1511 verließ Martin Luther dann Erfurt und übersiedelte nach Wittenberg. Der Aufenthalt in Erfurt war für den Reformator prägend. Mit sehr viel schauspielerischem Talent und Humor wurde uns die Stadt näher gebracht. Auf eigen Faust wurde dann auf der Krämerbrücke gebummelt, die alte Synagoge mit dem jüdischen Schatz oder die Citadelle auf dem Petersberg besucht oder auch nur die entspannte Atmosphäre in der sommerlichen Stadt genossen, bevor es zum Festmahl in den Luther-Keller ging. Hier erwartete uns in uriger Form „Martin Luther“ mit Anekdoten und Geschichten aus seinem Leben.

Am 3. Tag trafen wir in Weimar auf Goethe, Schiller, Bach, List und Gropius. Die einstige Residenzstadt mit Museen, Schlössern, Parks und Gärten ist vielfaches Weltkulturerbe – 13 Stätten tragen das Gütezeichen der Unesco.

Das Bauhaus wurde vor fast 100 Jahren von Gropius gegründet und wurde die einflussreichste und prägendste Design- und Architekturschule des 20 Jahrhunderts.

Die Herzogin Anna-Amalia hat es nach dem Tod ihres Mannes mit 18 Jahren verstanden, die Geschicke in Weimar zu lenken. Sie führte die Regentschaft bis zur Übergabe an Ihren Sohn 1745. Zu dieser Zeit keine leichte Aufgabe. Sie sorgte als Mäzenin und Komponistin dafür, dass Goethe, Schiller, Bach und List nach Weimar übersiedelten. Durch den Gedankenaustausch und das zeitgenössische Denken machten Goethe, Schiller, Herder, Wieland und Gottlieb Fichte Weimar zum geistigen Zentrum Deutschlands.

In der Anna-Amalia Bibliothek stellt die Herzogin mit 5000 Bänden ihre private Bibliothek der Öffentlichkeit zur Verfügung. Noch heute wird sie als Thüringische Landesbibliothek genutzt. Bei einem Brand 2004 wurden 50.000 Werke unwiederbringlich zerstört.

Goethe begegnet uns in Weimar auf Schritt und Tritt, er kam 1775 nach Weimar, 10 Jahre prägte er die politischen Geschicke der Stadt, bevor er 1806 die bürgerliche Christiane Vulpius heiratete. Der Naturforscher Goethe hat auch den Ginkobaum durch ein Liebesgedicht bekannt gemacht, es gibt in Weimar über 100 dieser Bäume.

Viele historische Gebäude und Restaurants erinnern an diese Zeit.

Im Cafe „Zum weißen Schwan“ genossen wir den typischen thüringischen Plattenkuchen.

Bevor wir am Abend das kleine Theater im Gewölbe besuchten, stießen wir mit Marlen auf ihren 70. Geburtstag an. Im Cranach Haus erlebten wir die Darstellung „Goethe und Anna-Amalia“ - eine unmögliche Liebe.

Wie an jedem Abend konnten wir den Tag auf der Terrasse des Hotels mit einem „Aperol-Spritz“ ausklingen lassen.

Schon war der 4. Tag angebrochen und wir machten uns auf den Heimweg. Der letzte Programmpunkt war der Baumkronenpfad im Hainich. 7500 ha umfaßt der Nationalpark und das Weltkulturerbe „Hainich“ - 1997 wurde er zum Schutz des heimischen Buchenwaldes gegründet. Es ist die größte nutzungsfreie Laubwaldfläche auf Muschelkalkboden. Die Luft war erfüllt von Knoblauchduft durch den Bärlauch. Der Wald bietet ein Rückzugsgebiet für über 900 Blüten- und Farnpflanzen, Moose und Flechten. Wildkatzen sind wieder heimisch geworden, 6 von 8 Spechtarten und ebenso Fledermäuse und Holzkäfer. Bis zu 10.000 Tierarten finden ausreichend Nahrung. Wir erlebten diesen „Urwald mitten in Deutschland“ mit seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt durch einen Ranger und hatten einen weiten Blick ins Land hinein.

Uns alles bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen - der Regen setzte erst auf der Rückfahrt ein.

Diese war entspannt. Die vielen Eindrücke mussten verarbeitet werden, die liebliche Landschaft zog vorbei und der harte Kern der „Scharwenzelspieler“ belegte die letzte Bank im Bus.

 Um ca. 21.00 Uhr erreichten wir gesund die Insel.

Rapsblütenfest

"LandFrauen unterwegs"

LandFrauenTag Neumünster

Spaziergang in den Sonnenaufgang

4.15 Uhr! Der Wecker klingelt, wieso habe ich mich nur angemeldet zu der Wanderung mit den Landfrauen in den Sonnenaufgang? Nun denn, doch frisch aufgemacht und los zum Treffpunkt Marinestation Staberhuk. Alle Autos sind geparkt und die Begrüßung findet mit Blick auf die stille Ostsee genau im Moment des Sonnenaufgangs statt. Noch wabert Nebel über der See, die Sonne leuchtet uns herrlich rot entgegen. Es haben sich tatsächlich 19 Frauen zur Wanderung aufgemacht. Alleine würde ich das nie machen, war der allgemeine Tenor. Der neue Küstenwanderweg Richtung Katharinenhof erweist sich als ideal für die Gruppe, sei es der gute Boden oder die frische Luft, wir marschieren alle recht flott. Herrlich der Blick über die Ostsee Richtung Sonne, wunderschönes Küstenbild. Ruckzuck ist Katharinenhof erreicht, die gelaufenen Kilometer an den unterschiedlichen Schrittmessern verglichen, wir einigen uns auf 4,56 km. Renate versorgt die Gruppe am Campingplatz mit frischem Kaffee, Tee und duftenden, warmen Croissants aus ihrem Laden. Eigentlich wollen alle auf das Frühstück in Klausdorf warten, doch die Verlockung ist zu groß. Alle noch mal schnell zur Toilette und weiter geht es.

 

Wir freuen uns erneut über die Vielseitigkeit der Küstenlinie. Aber auch auf der Wiese gibt es viel zu entdecken. Uns faszinieren die zarten Gebilde der Spinnenweben , taubehangen sind sie immer wieder kleine Wunder und werden eifrig fotografiert. Es geht am Klausdorfer Campingplatz entlang, danach biegen wir vor den Windmühlen ab in einen Feldweg Richtung Dorf. Herrlich duftet der Raps zu beiden Seiten, der Himmel leuchtet blau, kein Wind nach dieser stürmischen Woche, wir fühlen uns wie Glückskinder.
Zügig geht es an Schweinestall und Biogasanlagen vorbei zum Ziel Klausdorfer Hofcafé. Die Tafel ist selbstverständlich schon eingedeckt, das Frühstück schmeckt nach unseren fast 10 km Spaziergang wunderbar.
Ende unserer Wanderung? Nein, tatsächlich entscheidet sich ein großer Teil noch für den Rückweg zu Fuß: Hochachtung vor so viel Fitness! Für die anderen gibt es einen Shuttleservice zurück zur Marinestation.

Besuch der Montessorischule

Am 30.März 2017 trafen sich ab 14:30 Uhr 28 LandFrauen im erst kürzlich unter neuer Leitung eröffneten Insel-Café, um sich nach einer gemütlichen Tasse Kaffee auf den Weg zur Montessorischule Fehmarn zu machen. Dort begrüßten uns Frau Ute Kühl und die Schulleiterin Frau Bettina Moritz. Sie hatten für uns im Gruppenraum einen Stuhlkreis aufgestellt und die Mitte des Kreises mit bunten Tüchern dekoriert. Frau Moritz stellte sich kurz vor (seit zehn Jahren Erfahrung als diplomierte Grund- und Oberschullehrerin für Deutsch, Englisch, Religionspädagogik und Lehrbefähigung für Sport; seit 2014 Montessori-Diplom) und erklärte uns dann die Montessori- Pädagogik.

Maria Montessori promovierte 1896 als erste Ärztin Italien und kümmerte sich neben Ihrer Arbeit in der Psychiatrie besonders um die Förderung der vernachlässigten Kinder. Sie beobachtete mit Faszination wie positiv sich die Arbeit mit den von Ihr entwickelten ansprechenden Lernmaterialien auf die Kinder auswirkte.

Frau Moritz sieht sich als Lernbegleiterin, die jedes Kind auf seinem Weg des Lernens individuell begleitet und Hilfe bietet, um sich selbst Wissen anzueignen. Der Montessori-Leitspruch:“Hilf mir, es selbst zu tun!“

Danach gab Frau Moritz geduldig Antwort auf zahlreiche Fragen:

Es gibt Lerngruppen mit ca. 20 Kindern, die altersübergreifend zusammengestellt sind. Englisch wird schon von Anfang an unterrichtet. Der Schultag wird unterteilt in Sitzkreis, Freiarbeit, gebundenen Unterricht, gemeinsames Frühstück, Zeit der Stille, Sport und Hofpause. Jedes Kind sammelt seine Ergebnisse in einer Schatzkiste. Freiwilligkeit benötigt mehr Zeit, durch die fehlende Bewertung mit Zensuren entsteht kein Lerndruck.

Wir sind stark beeindruckt, dass dieses Prinzip der Freiwilligkeit so problemlos funktioniert. Frau Moritz erzählt uns noch eine kosmische Erzählung zu den Wortarten und lässt uns danach gleich aktiv werden und Wortkärtchen den Wortarten zuordnen.

Jetzt stehen die hell und freundlich eingerichteten Arbeitsräume der Kinder zur Besichtigung offen.

Die ästhetischen Materialien mit hohem Aufforderungscharakter, die frei zugänglich und nach Lernbereichen geordnet in offenen Regalen liegen, werden den Kindern hier zur freien Wahl angeboten. Alle Materialien beziehen Sinne und Bewegung mit ein, bauen aufeinander auf und ermöglichen Wiederholungen und Selbstkontrolle. Das gibt Sicherheit und Vertrauen in die eigene Leistung.

Angefangene Arbeiten können am nächsten Tag beendet werden.

Wir verabschieden uns mit einem Frühlings - Blumengesteck von Frau Moritz und Frau Kühl und bedanken uns für diesen spannenden Einblick in die Erfahrungsräume der Montessorischule Fehmarn.

Mehr Infos gibt es unter www.montessori-fehmarn.de/ und https://www.youtube.com/watch?v=QZ8_RCzy6e4

 

 

Besuch der AMEOS Tagesklinik in Heiligenhafen

Was hilft bei Belastungsstörungen, Depressionen, Psychosen, Zwangsstörungen oder Persönlichkeitsstörungen?

Um sich zu diesem Themengebiet ein wenig zu informieren, sind wir Landfrauen der Einladung von der Ameos Tagesklinik am Binnensee in Heiligenhafen gern gefolgt. Alle Räumlichkeiten der Tagesklinik wurden uns gezeigt und entsprechend erläutert, welche Aktivitäten jeweils ausgeübt werden können. Bei Kaffee und Kuchen sind wir vom Fachpersonal über die Behandlungsmethoden eingehend aufgeklärt worden.

Kreativzeit in Kattenberg

Treibholzobjekte passen gut an die See, das dachten sich auch die Landfrauen von der Insel Fehmarn und sammelten weltweit kleine bis große Stücke dieses Strandgutes. Markante Stücke sollten einen besonderen Platz erhalten.

 

Dazu verabredeten wir uns mit Frau Höft-Dammer aus Cismar, die in ihrer Kreativwerkstatt viel Platz und Werkmaterial sowie Werkzeug vorrätig hat.  Dort gab es einen großen Fundus an Kunst-Objekten, von denen wir Anregungen für eigene Objekte entdeckten. Es wurde gemalt, gebohrt, geschliffen, gewickelt und geklebt bis am Ende alle mindestens eine schöne Skulptur gebaut hatten. Einige Frauen hatten noch nie eine Bohrmaschine in der Hand gehabt und entwickelten nun eine neue Leidenschaft bei diesem Handwerk. Sabine Höft-Dammer hatte viel Geduld mit uns und half uns gleich, wenn wir nicht weiter wussten. Sie hatte handwerkliche oder künstlerische Tipps für uns. Am Ende waren alle glücklich, etwas mit der Hand geschaffen und dazu gelernt zu haben. Es hat viel Spaß gemacht.

Jahreshauptversammlung

Vertreterinnenversammlung im Kieler Schloß

Marga Trede geht - Ulrike Röhr übernimmt

Ministerpräsident Torsten Albig und die Präsidentin des deutschen LandFrauenVerbandes Brigitte Scherb kamen am internationalen FrauenTag ins Kieler Schloß, um Marga Trede zu würdigen und zu verabschieden.

Neue Präsidentin des LandFrauenVerbandes Schleswig-Holstein wurde Ulrike Röhr, Vize-Präsidentin ist jetzt Claudia Jürgensen.Neu ins Präsidium gewählt wurde Petra Fahje.

„Selbstverteidigung für Frauen“

Am Mittwoch, dem 22.2. 2017 trafen sich von 16.-19.00 Uhr 22 Frauen in der Wing Tsun Schule in Burg, um zu lernen wie frau sich gegen Übergriffe wehrt. Frauen im besten Alter (ca. 45 bis 70 Jahre) erschienen hochmotiviert und sportlich, um sich von Jörg Buchwald viele Tricks für eine Abwehrstrategie zeigen zu lassen. Paarweise wurde vom bösen Blick bis zur Abwehr aus liegender Position alles geübt. Leider sitzen Handgriffe wohl erst sicher, wenn man sie 600 Mal ausgeführt hat. Abläufe wie Hand-Fuß-Schlag haben wir länger trainiert. Angriffe von vorne, von hinten, von rechts, von links und mit Messer wurden nachgespielt. Tricks will ich hier nicht verraten. Jörg hätte noch stundenlang weitermachen können, aber für uns war es erstmal genug Input. Wer weiter Interesse hatte, sollte noch einen Monat zum Probetraining innerhalb seiner Öffnungszeiten kommen. Auch wenn wir uns nun vorbereiteter fühlen, hoffen wir doch nie, in so eine Situation zu kommen.

Trend Check Ernährung

Am Freitagnachmittag (10. Februar 2017) nahmen sich 23 Landfrauen Zeit, um aktuelle Informationen über die verschiedenen  Ernährungstrends von den Fachfrauen für Ernährung zu hören und zu probieren. 

Als Einstieg wurde ein Sketch von einem Kaffeekränzchen vorgespielt. Darin wurde deutlich, wie schwierig der Umgang mit unserem Essen geworden ist. Beeinflusst von dem großen Angebot an Lebensmitteln in den Supermärkten und  Artikeln übers Essen in allen Medien ist der Verbraucher mit der richtigen Auswahl schnell überfordert. Darüber wollte der „ESSTisch“ (Ernährungsstammtisch) aufklären, in dem er die einzelnen Trends wie glutenfrei, lactosefrei, fructosefrei, low carb, vegan und rohköstlich vorstellte. Auch die Empfehlungen der DGE über die Ernährungspyramide fehlten nicht. Zu jedem Trend wurde ein Infotisch gestaltet, an dem sich Interessierte näher damit auseinandersetzen konnten. Ebenso gab es reichliche Kostproben von z.B. veganem Geflügelsalat, Mungbohnensalat, lowcarb-Muffins, gutenfreies Brot, Lactose freie Milch und Blaubeerkuchen mit Traubenzucker.

Wenn keine medizinische Notwendigkeit besteht, erreicht man mit der Einhaltung der Auswahl in der Ernährungspyramide das notwendige Wohlgefühl für Leib und Seele.

 

 

Der Landwirt-Landschaftspfleger oder Landschaftszerstörer?

Vortrag von Klaus Blanck , Landwirt und Vorsitzender des Kreisbauernverbandes OH-HL.

Am 26.1. konnte der Landfrauenverein Fehmarn 50 Teilnehmer zu einem interessanten Vortrag mit anschließender Diskussion begrüßen.

Landwirt < - > Landschaft

Der Landwirt wirtschaftet, er baut etwas an, er tut etwas. Die Landschaft in den meisten Teilen der Welt ist geschaffenes Land, es ist eine über Jahrtausende gestaltete Kulturlandschaft.

Im Laufe der Menschheitsgeschichte, in der Entwicklung vom Jäger und Sammler über Bäuerliche Gesellschaften bis zu Industriegesellschaften wurden die Menschlichen Eingriffe in die Natur immer stärker. Es wurden jederzeit die modernsten technischen Möglichkeiten genutzt (vom Beil zur Planierraupe, vom Grabstock zur Direktsaat). Es geht in allen Kulturen zuerst ums Überleben (Nahrung, Wärme, Wasser), dann um Geld, Wirtschaftswachstum, Wohlstand, Luxus. Ein Großteil der Erdoberfläche ist Kulturlandschaft, Landwirtschaft- aber auch Stadt-, Bergbau- und IndustrieLandschaften.

Sind Bauern Landschaftspfleger?

In erster Linie nutzen Bauern das Land, sie produzieren Nahrung, Futter, Energie (früher Hafer für die Pferde, jetzt Biogas, Elektrizität und Treibstoff). Dabei entsteht nebenbei ein Landschaftsbild. Knicks wurden nicht als „Landschaftspflege“ angelegt, sondern auf königlichem Befehl gegen viele Widerstände unter ausschließlichen Nützlichkeitsgesichtspunkten in der damaligen Zeit, genauso Almen oder Terrassen im Weinbau. Sie sind immer ein Abbild des wirtschaftenden Menschen, erst viel später wurden es attraktive Tourismusregionen. Möchte die Landschaftspflege heute den Wandel unterbinden, die Landschaft konservieren? „Es soll alles so bleiben wie es war, als Ich in diese Landschaft gekommen bin“.

Sind Bauern Landschaftszerstörer?

Landwirte verändern die Landschaft, sie reagieren auf die Nachfrage am Markt (preiswerte/billige Lebensmittel zu besten Qualitäten). „Wer etwas kauft, bedient seine Bedürfnisse und gibt gleichzeitig den Auftrag das gleiche zum gleichen Preis wieder zu beschaffen“. Jeder kennt die Landschaftsveränderungen auf Fehmarn in nur einer Generation (statt Feldgemüse Weizen, statt Rinderhaltung Acker), ist das nun Landschaftszerstörung oder Landschaftswandel? Jede Landschaft hat eine angepasste Pflanzen- und Tierwelt, vielfältige Landschaften haben in der Regel viele Arten, monotone Landschaften (ob Natur-oder Kulturlandschaft) eher weniger).

Wie kann man Landschaftswandel aufhalten?

a) durch Ordnungsrecht (Verbote im Rahmen von Natura 2000, Grünlandumbruchverbot, Knickschutz, Baumschutzsatzung)

b) durch In-Wert-Setzung von gesellschaftlichen Wünschen.

Wenn Nahrung dringend benötigt wird, steigen die Lebensmittelpreise, wenn „schöne Landschaft“ dringender benötigt wird, muss ein finanzieller Anreiz geschaffen werden diese herzustellen (z.B. Vertragsnaturschutz).

Der Landwirt ist Landschaftswandler als Teil und Spiegelbild seiner Zeitepoche und deren tatsächlichen gesellschaftlichen Wertmaßstäben.

Oma-Enkel-Tag „Scharwenzel lernen“

Besuch der Bretterbude und des neuen Beach Motels in Heiligenhafen

War das ein schöner und interessanter Nachmittag!

44 LandFrauen trafen sich in der Bretterbude in Heilgenhafen und wurden dort von Wiebke und Verena begrüßt. In 2 Gruppen führten uns die beiden engagierten fröhlichen Damen durch die Bretterbude und das neue Beach Motel, beide am Seebrückenvorplatz gelegen.

Das Hotel Bretterbude spricht junge und jung gebliebene Gäste an, die eine witzige, preiswerte Übernachtungsmöglichkeit suchen. Zimmer heißen dort Butzen, statt Wellnessbereich gibt es die Knetkammer und gechillt wird in der Garage.

Besonders gut gefielen mir die Zimmer, die Kooperationsparnter eingerichtet haben, wie z. B. die St. Pauli-Butze. In jedem Zimmer kann man über die Einrichtung (z. T. vom Flohmarkt) staunen und viele witzige Details entdecken, wie den überraschend bequemen Schaukelstuhl aus einer alten Zinkwanne. Und aus jedem Zimmer hat der Gast einen tollen Blick aufs Wasser!

Das neue Beach Motel bietet sowohl komfortable Ferienwohnungen als auch großzügig eingerichtete Zimmer und Suiten an. Tolle Farbkombinationen und Bildertapeten mit interessanten Motiven von Heiligenhafen haben mich sehr beeindruckt. Und dann immer wieder dieser Blick auf Meer, Seebrücke, Binnensee, Stadt und Yachthafen. Durch diese beiden Hotels wird der Graswarder unglaublich belebt!

Zum Abschluß verwöhnte uns die Küche des "Holy Harbour" mit einer großen Auswahl von leckeren Kuchen sowie Kaffee- und Teespezialitäten. Vielen 'Dank für einen tollen Ausflug!

Lichterfest im Hamburger Michel

Am Sonntag 08.01.2017 starteten 55 Damen der Insel um 12.00 Uhr zu einem ganz besonderes Erlebnis nach Hamburg.

Der rote Teppich war für uns im Designhotel „Le Meridian“ ausgerollt und uns wurden verschiedene herzhafte und süße Köstlichkeiten zu Tee oder Kaffee gereicht. Die Aussicht auf die Alster genossen wir durch eine Fahrt im gläsernen Fahrstuhl bis in die 11. Etage.

Pünktlich um 16.15 Uhr waren wir am „Michel“ und alle fanden gute Plätze in Hamburgs größter und schönster Barockkirche. Das „Lichterfest im Michel“ ist ein ganz besonderes Ereignis. 2000 Kerzen waren in der ganzen Kirche verteilt und in dieser feierlichen Atmosphäre wurde mit dem Gottesdienst der Ausklang der Weihnachtszeit gefeiert. Das Konzert mit dem Bläserchor, der Kantorei, der Jugendkantorei, den Solisten sowie dem Orchester war wunderschön. Der Gottesdienst fand in einem angenehmen lockeren und doch feierlichen Rahmen statt. Zum Abschluss wurde mit einem gewaltigen Stimmeneinsatz aller Beteiligten und Gäste das Lied „Oh du fröhliche“ gesungen, sehr beeindruckend und ein Erlebnis, das wir nicht so schnell vergessen.

Um ca. 22.00 Uhr waren wir wieder auf der Insel.